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Wegen der Corona-Pandemie wurden die Befreiungsfeiern am 10.5.2020 in der Gedenkstätte Mauthausen abgesagt, es gab dafür eine virtuelle Befreiungsfeier:

Virtuelle Befreiungsfeier 2020

Mauthausen Komitee Österreich
Das Mauthausen Komitee Österreich hat mit der Übernahme des Vermächtnisses, den Überlebenden ein Versprechen gegeben. Deswegen kann das Gedenken an die Opfer und die Freude über die Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft trotz der aktuellen Lage nicht entfallen. Die europaweit größte Internationale Befreiungsfeier findet 2020, auf Grund der COVID-19-Pandemie, zum ersten Mal virtuell statt.
Wir beginnen die Virtuelle Internationale Befreiungsfeier mit einer internationalen Begrüßung und der Verlesung des Mauthausen Schwurs in verschiedenen Sprachen. Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer weder Deutsche noch Österreicher waren, hat für uns das Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager einen internationalen Stellenwert.
Zahlreiche KZ-Überlebende werden zu Wort kommen. MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi eröffnet mit seiner Begrüßung die Virtuelle Internationale Befreiungsfeier. Mit dem Statement von CIM-Präsidenten Guy Dockendorf folgen weitere Beiträge und Statements zum thematischen Schwerpunkt "Menschlichkeit ohne Grenzen" von VertreterInnen Internationaler Lagerkomitees, Religionsgemeinschaften, Comité International de Mauthausen u.v.m.
Weiters werden thematische und historische Beiträge zur Befreiung und der Arbeit für ein "Niemals wieder" gezeigt und von musikalischen Beiträgen umrahmt.
Durch die virtuelle Befreiungsfeier begleiten uns Mercedes Echerer und Konstanze Breitebner.
Musikalische Rechte: Serbian National Theatre
Gefangenen Chor: Coro Virtuale
International Opera Choir - Coro virtuale "Va pensiero" ("Nabucco" di G. Verdi)

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Warum wird Schändung von Gedenkstätten verschwiegen?

Das fragte die KPÖ in einer Aussendung vom 5. Mai 2020:

Wie das Innenministerium in Beantwortung einer Anfrage der SPÖ-Abgeordneten Sabine Schatz mitteilte sind seit 2013 bundesweit nicht weniger als 107 Anschläge auf antifaschistische Gedenkstätten aktenkundig. Davon entfallen allein 22 Schändungen auf die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, zuletzt als im Jänner 2020 das niederländischen Denkmal mit fünf Hakenkreuzen beschmiert wurde.
KPÖ-Landessprecher Michael Schmida bezeichnet es als skandalös, dass Innenministerium, Sicherheitsbehörden und verantwortliche Politiker den Großteil dieser Gedenkstättenschändungen der Öffentlichkeit verheimlicht und damit das Ausmaß neonazistischer Umtriebe kleingeredet haben.
„Die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai 1945 durch Einheiten der US-Army und der Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945 müssen daher Anlass sein, künftig solche Anschläge offen als Neonazi-Umtriebe zu benennen, die Verursacher konsequent auszuforschen und in Anwendung der entsprechenden Gesetze zur Verantwortung zu ziehen. Politik, Exekutive und Justiz müssen entsprechend dem antifaschistischen Verfassungsauftrag der 2. Republik solchen Aktivitäten entschieden entgegentreten“ fordert Schmida.
Unmittelbar nach dem „Anschluss“ Österreichs an Hitlerdeutschland am 12. März 1938 wurde mit der Errichtung des KZ Mauthausen begonnen und bereits am 8. August 1938 die ersten Häftlinge aus dem KZ Dachau überstellt. Bis 1945 waren über 200.000 Menschen im KZ Mauthausen und 49 Nebenlagern inhaftiert, von denen über 100.000 ermordet wurden, bevor das Lager am 5. Mai 1945 befreit wurde.
In Mauthausen wurden auch viele Oberösterreicher inhaftiert und ermordet. So wurde am 18. April 1945 der bekannte Schutzbundführer Richard Bernaschek (1888-1945) und als einer der 42 zur „Welser Gruppe“ gehörenden noch am 29. April 1945 hingerichteten Antifaschisten der KPÖ-Landesobmann Sepp Teufl (1904-1945) auf ausdrücklichen Befehl des Nazi-Gauleiters Eigruber noch in den letzten Tagen der Nazi-Herrschaft im April 1945 ermordet. Zu einem Zeitpunkt, als Wien bereits von sowjetischen Truppen befreit und am 27. April 1945 die 2. Republik proklamiert worden war.
Da heuer die traditionelle Befreiungsfeier durch die Corona-bedingten Einschränkungen nicht stattfindet gibt es vom Mauthausen Komitee Österreich nur ein virtuelles Gedenken. Unabhängig davon wird die KPÖ-Oberösterreich mit einer Kranzniederlegung bei der Gedenktafel für die im KZ Mauthausen ermordeten Antifaschisten der „Welser Gruppe“ gedenken.

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Vor 75 Jahren: KZ-Verband/VdA OÖ erinnert an Ermordung der 42 Widerstandskämpfer

Letzte Vergasungsaktion in Mauthausen auf direkten Befehl Eigrubers am 28. April 1945


Gedenktafel an der Klagemauer in Mauthausen für die 42 Widerstandskämpfer, die in der letzten Vergasungsaktion auf direkten Befehl am 28. April 1945 ermordet wurden

Der KZ-Verband/VdA OÖ erinnert anläßlich des 75igsten Todestags an die Ermordung der 42 Widerstandskämpfer durch direkten Befehl des Gauleiters Eigruber in der Gaskammer von Mauthausen am 28. April 1945. "Wir werden die Taten und das Opfer der Widerstandskämpfer in Erinnerung behalten", so der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA OÖ Harald Grünn.

Diejenigen der Welser Gruppe, die die Torturen und Qualen bis knapp vor Kriegsende in Mauthausen überlebten, wurden auf direkten Befehl des Nazi-Gauleiters von Oberdonau Eigruber in der letzten Vergasungsaktion in Mauthausen am 28. April 1945, einen Tag nach der Proklamation der Unabhängigkeitserklärung und Regierungsbildung vom 27. April 1945 in Wien, ermordet, darunter auch das Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ, Josef (Sepp) Teufl aus Linz (Bild beiliegend). Danach wurde die Gaskammer abmontiert.

Der Befehl Eigrubers war eine direkte Reaktion auf die Regierungsbildung in Wien, um die Beteiligung von Kommunisten an einer Provisorischen Regierung in Oberösterreich zu verhindern.

In der Originalaussage von Richard Dietl im Taylor-Report heisst es:
"
In order to deprive the Anglo-Americans of the possibility of setting up a provisional administration in the Upper Danube area, Gauleiter Eigruber orders the immediate execution of all Communists convicted of illegal activity prior to their arrest on September 7, 1944".

Nur der Welser Widerstandskämpfer Richard Dietl konnte sich der Ermordung entziehen und in seinem unmittelbar nach der Befreiung erschienen Bericht über das Schicksal und den Leidensweg dieser Widerstandskämpfer berichten. Der Bericht Richard Dietls ist im Buch von Peter Kammerstätter "Dem Galgen, dem Fallbeil, der Kugel entkommen", herausgegeben vom KZ-Verband OÖ, nachlesbar.

Die Bezeichnung "Welser Gruppe" stammt von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Die Gestapo berichtet im September 1944 über den "Stand der illegalen Kommunistischen Partei Österreichs, Gebiet Oberdonau". Aus der Gestapo Planskizze geht hervor, daß in dieser Organisation 158 Männer und Frauen tätig waren und verhaftet wurden. Diese Widerstandsorganisation war in den Gemeinden Ebensee, Gmunden, Gschwandt, Laakirchen, Lambach, Linz, Steyr, Stadl-Paura und Wels verankert. In diesen Orten gab es in den wichtigsten Betrieben illegale Gruppen. Die Widerstandsorganisation umfasste Menschen unterschiedlicher politischer Gesinnung, Kommunisten, Revolutionäre Sozialisten, Katholiken, ehemalige Anhänger der großdeutschen Bewegung und Angehörige des Heimatschutzes wobei jedoch die Kommunisten die führende Rolle einnahmen. Mehr als 40 Prozent der verhafteten Männer und Frauen dieser Organisation starben bei den Verhören der Gestapo, bei Folterungen in den Konzentrationslagern, bei Erschießungen, in der Gaskammer oder bei US-Bombenangriffen auf Linz.

Die oben abgebildete Gedenktafel an der Klagemauer in Mauthausen erinnert an die 42 in der letzten Vergasungsaktion ermordeten Widerstandskämpfer. Im Krematorium von Mauthausen erinnert eine Gedenktafel an Sepp Teufl, Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ. In zahlreichen Orten in Oberösterreich gibt es Erinnerungszeichen an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer der Welser Gruppe.

Im Zuge des Eigruber Befehls wurden auch weitere Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer noch in den letzten Kriegstagen ermordet. So auch Gisela Tschofenig in Linz Schörgenhub am 27. April 1945. Gisela Tschofenig, geb. Taurer, wurde im Zuge der Verhaftungswelle gegen die Welser Gruppe inhaftiert. Sie war u.a. Kurierin von Sepp Teufl. Am 1. Mai 1945 wurden noch in Treffling Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer erschossen.

Empfehlenswerte Publikationen:
Ingeborg Ertelt
Meine Rechnung geht bis Anfang Mai.
Aus dem Leben des Widerstandskämpfers Sepp Teufl (1904 – 1945)

Die Gestapo verhaftete Sepp Teufl, illegaler OÖ. Landesobmann und Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ. Nur wenige Tage vor der Befreiung Österreichs wurde er gemeinsam mit weiteren 41 Widerstandskämpfern in der Gaskammer des KZ-Mauthausen ermordet. Mit diesem Buch errichtet seine Tochter Ingeborg Ertelt ihrem Vater in Denkmal der Erinnerung.
Edition Geschichte der Heimat, Grünbach 2003, 117 Seiten, ISBN 3-902427-03-5, Preis 14,90 Euro.

Peter Kammerstätter
Dem Galgen, dem Fallbeil, der Kugel entkommen.
Neun Lebensbilder aus dem Widerstand

August Moser, Sepp Bloderer, Franz Draber, Maria Ehmer, Sigi Köhl, Richard Dietl, Alois Straubinger, Erwin Steyrer, Hans Grafl. Peter Kammerstätters Sammlung von Lebensbildern aus dem Widerstand könnte dramatischer und informativer nicht sein.
Edition Geschichte der Heimat, Grünbach 2006, 192 Seiten, ISBN 3-902427-28-0, Preis 19,50 Euro

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Papst Pius XII. wusste vom Holocaust...
- und unternahm nichts

Neue Aktenfunde belegen das, RT - https://deutsch.rt.com - berichtete am 24.4.2020 darüber


© Wikipedia/Fratelli Alinari/Florenz/Unbekannter Fotograf

Pius XII. (bürgerlicher Name Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli) wurde am 2. März 1876 in Rom geboren und war von 1939 bis zu seinem Tode in Castel Gandolfo am 9. Oktober 1958 Papst.

Wie Die Zeit berichtet, war Papst Pius XII. anscheinend deutlich besser über den Holocaust informiert als bisher bekannt. Ein Forscherteam um den deutschen Kirchenhistoriker Hubert Wolf soll mithilfe der vatikanischen Archive, die Anfang März dieses Jahres geöffnet wurden, rekonstruiert haben, dass der Papst persönlich am 27. September 1942 die brisanten Informationen erhielt.

Im September 1942 sollen ihm seine Mitarbeiter einen Bericht des US-amerikanischen Botschafters beim Vatikan Myron Charles Taylor vorgelegt haben, der Gräueltaten der Deutschen belegt habe. In diesem geht es mutmaßlich um die Liquidierung des Warschauer Ghettos und die Verschleppung Hunderttausender in Konzentrationslager. Das Kirchenoberhaupt soll über Massenhinrichtungen und Massaker in Ostpolen sowie den besetzten russischen Gebieten informiert gewesen sein. In dem Bericht hieß es, dort sei "kein einziger Jude mehr am Leben".

Der Auftrag, den Papst zu informieren, soll vom damaligen US-Präsident Franklin D. Roosevelt selbst gestammt haben. Offenbar in der Hoffnung auf öffentlichen Protest des Geistlichen.

Das Forscherteam kann laut dem Bericht der ZEIT zudem belegen, dass der Vatikan eigene Informationen über den Holocaust unterschlagen habe. Die USA hätten den Papst um Bestätigung der jüdischen Schreckensberichte gebeten. Doch obwohl der Vatikan zu diesem Zeitpunkt bereits aus eigener kirchlicher Quelle um die Judenvernichtung wusste - der Erzbischof von Lemberg hatte im August 1942 von mehreren hunderttausend Ermordeten berichtet -, hielt die Kirche diese Informationen zurück.

Schlimmer noch, es gab offenbar sogar Misstrauen gegenüber den Juden als Informationsquelle: In einer Stellungnahme von Angelo Dell'Acqua aus dem vatikanischen Staatssekretariat soll es heißen, es sei "erforderlich, sich zu versichern", dass die Informationen über die Morde "der Wahrheit entsprechen, weil es auch unter den Juden leicht zu Übertreibungen kommt".

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Corona-Virus verhindert Neonazitreffen

Das größte Neonazi-Treffen Europas, das jeden Mai von kroatischen Ustascha-Anhängern in Bleiburg/Pliberk in Südkärnten veranstaltet wird, findet heuer wegen der Corona-Krise nicht statt. Die hochengagierte "AG Bleiburg", der u.a. Helmut Edelmayr (MKÖ), Gerhard Baumgartner (DÖW) und Josef Pumberger (Katholische Aktion) angehören, setzt sich beharrlich für ein dauerhaftes Ende des rechtsextremen Spektakels ein. Olga Voglauer, Nationalratsabgeordnete und Kärntner Landessprecherin der Grünen, hat nun erklärt, sie arbeite gemeinsam mit ÖVP-Innenminister Karl Nehammer am Verbot des Treffens. Die antifaschistische Bewegung sollte sich aber nicht auf den Erfolg dieser begrüßenswerten Bemühungen verlassen, sondern unbedingt den Druck aufrechterhalten.

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Richard Wadani verstorben

Richard Wadani, Wehrmachtsdeserteur, Ehrenobmann und langjähriger Sprecher des Personenkomitees "Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz", ist in der Nacht auf Sonntag, den 19.4. in Wien verstorben. Er war einer der letzten überlebenden Wehrmachtsdeserteure.
Wadani wurde 1922 in Prag geboren. Mit 17 Jahren kam er 1939 zur Wehrmacht. Von Anfang an stand sein Entschluss fest, nicht für Hitler-Deutschland kämpfen zu wollen. 1942 scheiterte ein erster Desertionsversuch in der Sowjetunion. 1944 gelang es ihm, bei Aachen zu den Amerikanern überzulaufen. Er gelangte nach England, wo er sich zur tschechoslowakischen Exilarmee meldete, um zur Befreiung seiner Heimat beizutragen. Nach Kriegsende kehrte er nach Wien zurück. Er arbeitete als Chauffeur und bis zu seiner Pensionierung als Sportlehrer.
Richard Wadani war zeit seines Lebens ein Kämpfer. Er erinnerte die Öffentlichkeit unermüdlich an die Schicksale der Wehrmachtsdeserteure und trug damit zu einer historischen Neubewertung und späten Anerkennung der Opfer der NS-Militärjustiz bei.
2002 erkannte der Nationalfonds der Republik Österreich die Wehrmachtsdeserteure als Opfer des Nationalsozialismus an. 2005 folgte das Anerkennungsgesetz, das Deserteure sozialrechtlich mit anderen NS-Opfergruppen gleichstellte, 2009 das Anerkennungs- und Rehabilitierungsgesetz für die Verfolgten der NS-Militärjustiz.
2014 errichtete die Stadt Wien mit Unterstützung des Nationalfonds auf dem Ballhausplatz das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz – einer der Redner bei der Eröffnungsfeier war Richard Wadani. 2007 hatte er das Ehrenzeichen der Republik für Verdienste um die Befreiung Österreichs erhalten. Bundespräsident Alexander Van der Bellen nannte Wadani am Sonntag einen "großen Österreicher". Auch SPÖ und Grüne würdigten den Verstorbenen.
Die antifaschistische Bewegung wird Richard Wadani immer ein ehrendes Andenken bewahren!

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Wahlumfrage 2.4.-7.4.2020

Diese Umfrage wurde wie gewohnt am 12.4.2020 in der Sonntagsausgabe von "Österreich" veröffentlicht, umgefragt wurde vom 2. bis 7.4. Auch wenn sie nicht sehr aktuell ist, hier wurde das letzte Mal die am 29.3. dort präsentierte Umfrage veröffentlicht, also ist es wieder Zeit!

Wie schon unvermeidlich, Kurz und die ÖVP sind die ständigen Umfragesieger, hier die Ergebnisse (in Klammer die vom 29.3.):
ÖVP: 41 % (40%), Grüne 19% (18%), SPÖ 18% (18%), FPÖ 10% (11%), Neos 7% (8%), DAÖ (Strache-Partei) 3% (3%).

Fiktive Kanzler-Direktwahl: Kurz hat schon die Hälfte der Österreicher für sich gewonnen! 50%! (48%), Zweite Rendi-Wagner mit 16% (16%), Dritter Kogler mit 15% (15%), Vierter Hofer mit 11% (12%).

Aus der Liste des Politbarometers, der das Ergebnis von positiven und negativen Meinungen zu den Politikerpersonen zeigt: Erster natürlich wieder Sebastian Kurz mit 62% (59%), Zweiter Gesundheitsminister Anschober mit 48% (49%), SPÖ-Chefin Rendi-Wagner liegt wie gewohnt als Drittletzte bei minus 18%, Vorletzter ist mit -25% Hofer und so sicher Letzter wie Kurz Erster ist: Strache mit -52%!

Die FPÖ hat einen interessanten Weg hinter sich, hier die Wahlprozente seit 1983:

Bei den Umfragen sind's aktuell nur noch 10 %! Zusammengebracht hat man das aus eigener Kraft! 2002 hatte man bei der Nationalratswahl auch nur 10%, aber da hat der Koalitionspartner Schüssel ordentlich mitgeholfen!

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Ein Versuch den Corona-Verlauf abzusehen!

Nämlich wenn man die Abläufe weltweit und in China vergleicht. Weltweit ufert der Corona-Virus immer noch aus, da liegt der Steigerung der Kranken und der Toten im Tagesdurchschnitt bei elf und zwölf Prozent. In China liegen diese Sätze im 0,1%-Bereich!

Vom 14.3 bis zum 31.3.2020 steigen die Erkrankungen weltweit um 550% und die Zahl der Toten stieg um 700%, in China lauten diese Zahlen 0,65% und 3,2%, in Österreich gab es bei den Kranken eine Steigerung auf das 15fache und bei den Toten von einem auf 128.

Da in China das Ganze um Wochen früher losgegangen ist, wird die Stagnation bei uns und weltweit wohl in diesem Wochenabstand erreichbar sein!

Aber nur dann, wenn die Gegenmaßnahmen auch so konsequent und wirkungsvoll gesetzt werden wie in China! Dort war allerdings anfangs auch gänzlich falsch reagiert worden, bereits gegen Ende Dezember 2019 wurde der Virus entdeckt, das aber vorerst vertuscht und erst am 20. Jänner 2020 gab es die Einleitung entsprechender Maßnahmen, der Bestand an Erkrankten lag bei 282! Am 28.1. waren es 4.537, am 29.1. schon 7.736.

Am 1.2. waren es in China 11.821 Kranke und 259 Tote, in dieser Zeit gab es auch erste Krankheitsfälle außerhalb Chinas: mit 132 Kranken, am 15.2. waren es in China bereits 50.054 Kranke und 1.524 Tote, außerhalb Chinas waren es 526 und zwei. Am 1.3. lauteten die Zahlen in China 79.968 und 2.873, also fast schon die Zahlen im Bereich von 81.000 und 3.200 an denen die Epidemie dann gestoppt wurde. Außerhalb Chinas waren es 7.169 und 104, Mitte März dann schon über 60.000 nichtchinesische Krankheitsfälle..

In China hatte es nach dem Start am 20.1. sieben Wochen gedauert bis der Anwuchs der Krankheitsfälle zum Stillstand kam, die Todesfälle wurden in China bis Ende der ersten Märzwoche gestoppt. Wenn weltweit entsprechend wirkungsvoll gehandelt würde, dann wäre somit  die Corona-Virus-Verbreitung bis in die zweite Aprilhälfte  eindämmbar und bis Ende April die Todesfälle zu stoppen. In China wurde in Wuhan, wo die Epidemie ausgebrochen war, ab 24.3. begonnen, die Einschränkungen aufzuheben, bis 8. April sollen die Reisesperren dort aufgehoben werden. Dasselbe könnte dann z.B. in Österreich bis spätestens Mitte und Ende Mai passieren, lassen wir uns überraschen...

Dazu noch statistische Vergleiche vom 14.3. zum 1.4.2020:


Man sieht: China hat die Sache im Griff
, das Plus an Kranken beträgt dort nur 0,69 %, bei den Toten sind es auch nur 3,4 %, während der Rest der Welt ohne China bei den Kranken gegen das Zwölffache tendiert und fast das 17fache bei den Toten aufweist. Das zeigt den Zeitvorsprung Chinas an, dort hat man am 20. Jänner die ersten Maßnahmen gegen den Corona-Virus gesetzt, der Rest der Welt ließ sich zuerst anstecken und begann dann Anfang bis Mitte März mit den Gegenmaßnahmen...

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Corona-Zeugnis: Wahlumfrage Österreich

Die Tageszeitung "Österreich" brachte nun in ihrer Sonntagsausgabe vom 29.3.2020 das "erste Corona-Zeugnis für die Regierung":
Demnach sind 77 % mit der ÖVP-grünen Regierungskoalition zufrieden, aktuell würden 40 % die ÖVP wählen, SPÖ und Grüne verbesserten sich leicht auf 18 %, für die FPÖ blieben nur noch 11 %, die Neos liegen bei 8 % und die Strache-Liste DAÖ bekäme 3 %, 2 % blieben für andere Parteien.

Bei einer Kanzlerdirektwahl käme Kurz jetzt schon auf 48 %, Rendi-Wagner verbesserte sich von 15 auf  16 %, der grüne Kogler liegt bei 15 %, Norbert Hofer von der FPÖ bei nur noch 12 % und Neo Meinl-Reisinger bei 6 %.

Der Politbarometer zeigt im Plusminusbild, dass die Corona-Krise PLUS bringt:
Kurz stieg um 14 % auf 59 %, der grüne Sozial- und Gesundheitsminister Anschober um 34 % auf 49 %,
Innenminister Nehammer um 12 % auf 38, Vizekanzler Kogler um 7 % auf 30. Corona bringt also politische Gewinne, wohl weil die Leute mit den getroffenen Entscheidungen überwiegend zufrieden sind.

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Flüchtlinge - haben wir Platz?

Von Antifas wird natürlich die Forderung gestellt, Österreich habe seine Grenzen für Flüchtlinge wieder zu öffnen. Dass wir in Österreich seit 2017 eine ÖVP-Regierung haben, liegt allerdings daran, dass damals der Grenzschließer Sebastian Kurz neuer ÖVP-Chef wurde, 2017 und 2019 die Nationalratswahl gewann, weil der ungebremste Zustrom von Migranten im Volke auf große Ablehnung gestoßen war und die Leute deshalb mehrheitlich ÖVP und FPÖ wählten, nach der Selbstausschaltung der FPÖ Kurz und die ÖVP weiterhin den größten Zuspruch haben und jetzt auch die Grünen in der Koalition mit der ÖVP nicht mehr für offene Migrantengrenzen agieren. Speziell jetzt wo auch noch das Problem mit dem Corona-Virus alle schwer belastet, ist ein weiterer Migrantenzuzug das Letzte, was die meisten der Leute haben wollen.

Und Österreich hat für Asylanten die Jahre her sicherlich weitaus mehr getan als ein großer Teil der europäischen Staaten!

Wenn dann noch der türkische Sultan Erdogan seine Grenzen öffnet und weitere Migranten nach Europa zu treiben versucht, dann haben nach manchen Antifa-Meinungen die EU-Grenzen auch geöffnet zu werden. Auf die Spitze hat das die KPÖ bei den EU-Wahlen 2019 getrieben, es hieß im Wahlprogramm, "wir wollen uns in einem Europa ohne Binnengrenzen frei bewegen (...) und (ein Europa) das all jenen einen sicheren Platz bietet, die vor Krieg, Verfolgung, Elend und Klimakrise flüchten." Diese weltweite supergutmenschliche Einladung an eine unbegrenzte Zuwandererzahl brachte den KPÖ-Listen folgende EU-Wahlresultate: 2014: 60.451, 2019: 30.087.

Europäische Asylleistungen inklusive Rang nach den Einwohnerzahlen von 2015 bis 2019:

Was sehen wir da? Österreich hat mit einem Schnitt von 20.191 Asylanten pro Mio Einwohner Platz 7 in der Asyl-Hitparade von 2015 bis 2019, also im Vergleich zu einem Großteil der europäischen Staaten ein Vielfaches geleistet, der Regierungswechsel hat einen deutlichen Rückgang verursacht, während die Asylantenzahlen für ganz Europa seit 2015 auf 35 % zurückgingen, war der Rückgang in Österreich durch die Maßnahmen von Kurz auf 12 %.

Das immer am lautesten jammernde Italien wurde vergleichsweise zu Österreich nur mit einem Drittel belastet, Ungarn hat den hohen Schnitt durch den Trick von 2015, alle Asylwerber zu registrieren und sie dann zum Weiterwandern nach Österreich und die BRD zu animieren, dann wurde dort mittels Grenzzaun die Einwanderungswelle unterbunden. Schweden ist der Gutmenschen-Weltmeister, die Slowakei Nichtasyl-Europameister!

Also noch einmal: Wenn das Volk was nicht will, dann setzt sich das innerhalb demokratischer Verhältnisse zwangsläufig durch, Fordereien, dass das nicht sein dürfte, bewirken diesbezüglich nur, dass sich die Forderer damit selber schaden...

PS: Seit 11.3. läuft eine Unterschriftensammlung für einen offenen Brief an die Regierung, in welchem es heißt: "Über hundert Wissenschafter *innen, Künstler *innen, Jurist *innen, Journalist *innen, Vertreter *innen von NGOs, kirchlichen Einrichtungen und Interessenvertretungen richtet in einem offenen Brief einen Appell an den Bundeskanzler, den Innen- und den Außenminister, die Aufnahme von Geflüchteten, insbesondere von unbegleiteten Jugendlichen und Kindern, zu ermöglichen, die auf den griechischen Inseln gestrandet sind."
Erreicht haben die über 100 gutmenschlichen Binnen-Is derweilen (bis 20.3., 12h) 5.596 Unterzeichner, schaut also nach keiner Massenbewegung aus, aber vielleicht wird das eine genaue Gutmenschenzählung, weil Gutmenschen müssen diese Petition ja nicht nur selber unterschreiben, sondern auch weiter verbreiten!

PS: Am 6.4. hatte die Petition 6.812 Unterschriften, die Zustimmung ist somit sehr begrenzt...

PPS: Am 12.5.2020 waren es
10.851 Unterschriften, seit 11.3. sind es 63 Tage, somit pro Tag 172 Unterzeichner, das spiegelt recht deutlich die Realität...

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Der Gutmenschenblick auf Integration

Ein solcher wurde von Kathpress am 2.3.2020 beschrieben, es hieß dort:
Einen völlig neuen Blick auf Integration und Rassismus in Deutschland fordert der Deutsche Caritasverband. Der politische und gesellschaftliche Diskurs zum Thema Integration müsse "gänzlich überdacht werden. Er darf nicht angstgetrieben sein", erklärte Caritas-Präsident Peter Neher am Montag in Berlin anlässlich des Integrationsgipfels der deutschen Bundesregierung.
"Integration kann nicht nur durch Gesetze und Regeln erreicht werden. Es braucht dafür eine umfassende Gesellschaftspolitik", so Neher weiter. Der Nationale Aktionsplan Integration, der in Deutschland gerade ausgearbeitet wird, könne hier wichtige Impulse geben.
"Ziel der Integrationspolitik muss sein, dass Vielfalt für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit darstellt, ebenso wie gleiche Teilhabe für alle", sagte Neher. Wichtig sei es, dass auf allen Ebenen eine klare Sprache gegen Hetze und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gesprochen werde. Die Teilhabe von Eingewanderten müsse gezielter gefördert werden. "Gleichzeitig gilt es, Ängste und Abwehr in Teilen der Bevölkerung insgesamt sowie auf struktureller Ebene in den Blick zu nehmen." Dazu müsse der Nationale Aktionsplan Integration konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung, Rassismus und menschenverachtende Gewalt benennen.

Soweit die Meldung

Man sieht da wieder einmal, wie verquer der gutmenschliche Blick auf die Realität ist! Ein Gutmensch ist jemand, der sich selber Aufwertung verschafft, indem er sich vorsätzlich bemüht, Gutes zu tun, je guter er tut, desto besser ist sein Status, hallelujah! Dass man dabei aber auch was tun kann, was sehr vielen Menschen nicht als was Gutes, sondern als etwas Unerwünschtes oder gar Gefährliches erscheint, wird nicht wahrgenommen. In Sachen Migration gab es in Österreich konkret eine Umfrage, was von der Asylmigration gehalten wird, das war im Dezember 2015 und 85 % der Befragten waren dagegen! Seither wurde auf diese Art niemand mehr befragt...

Aber die Gutmenschen meinen ja zu wissen, was gut ist und wenn es von auffällig vielen Leuten abgelehnt wird, dann muss etwas dahinterstecken, das den Leuten diese negative Haltung aufdrängt. Die Vielfalt müsse für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit darstellen, verkündet der Herr Präsident der deutschen Caritas! Darum brauche es eine klare Sprache gegen Hetze und Menschenfeindlichkeit!

Ist das so? Oder gibt es nicht Gründe dafür, dass so viele Menschen nicht auf Vielfalt eingestellt sind?

Dazu die vom US-amerikanischen Psychologen mit jüdischen Wurzeln, Abraham Maslow (1908-1970) aufgestellte menschliche Bedürfnispyramide:
1. Physiologie (Hunger, Durst, Geschlechtstrieb),
2. Sicherheit,
3. Zuwendung, Identität und Gemeinschaft
4. Wertschätzung,
5. Selbstverwirklichung.

Die beiden ersten Stufen haben deutlich erkennbar einen anderen Stellenwert als die Punkte 3 bis 5, sie sind zur Sicherung unseres Daseins unabdingbar, während die anderen drei sich auf einer höheren Ebene bewegen. "Das Individuum strebt danach, dasjenige dieser Bedürfnisse zu befriedigen, das frustriert wurde. Bezeichnend ist, dass jeder von uns (..) mit dem Niedrigsten in der Hierarchie beginnt und sich zum Höchsten hinaufarbeitet. Dieses Schema ist in Hinblick auf die Evolution zutiefst sinnvoll, denn es spiegelt eine Hierarchie menschlicher Bedürfnisse wider, die sich nicht signifikant von denen unterscheiden, für die sich die natürliche Auslese entschieden hat." (Zitiert nach: David Barash, Das Flüstern in uns, S.Fischer 1981, Seite 233)

Punkt 3 vermittelt Schutz und Geborgenheit, ist aber noch in direkter Verbindung zu den beiden ersten Stufen: Sicherheit und die Befriedigung der Elementarbedürfnisse soll durch die Identifikation mit der gegebenen Gruppe erreicht werden.

Wertschätzung und Selbstverwirklichung bleiben für die breite Masse weniger wichtig, sie sind was für individuelle Bemühungen, ein Gutmensch strebt nach Wertschätzung und Selbstverwirklichung.

Ein Mensch, der auf der Stufe drei steht, hat das wesentliche Bedürfnis, Identität und Gemeinschaft zu bewahren, er sieht selbstverständlich die Vielfalt nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als Bedrohung seines Status, dazu braucht er keinerlei Hetze, das ergibt sich aus seiner Position in der Maslowschen Bedürfnispyramide naturwüchsig!

Die auf Stufe vier Stehenden erwarten Wertschätzung und wollen sich selbstverwirklichen und sich damit von der Masse lösen, Identität und Gemeinschaft ist ihnen zu wenig, sie wollen was Größeres, was Schöneres, was Besseres sein. Der Herr Peter Neher von der deutschen Caritas schwebt hoch über seinen Mitmenschen und sieht die Welt mit Augen der Stufe 5 und begreift das Dasein auf den Stufen eins, zwei und drei in keiner Weise mehr.

Das ist ein großes gesellschaftliches Problem in unserer heutigen Welt, die Selbstverwirklicher und Gutmenschenweltmeister leben in ihrer eigenen Himmelswelt, denn von der gewöhnlichen Welt der gewöhnlichen Leute haben sie keinen Funken einer Ahnung mehr, aber moralische Vorschriften verkünden, das tun sie unablässig!

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Rendi-Wagner stellt sich infrage...

Aus einer ORF-Meldung dazu:
"Die Ankündigung von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, der Basis die Vertrauensfrage zu stellen, hat am Freitag für Überraschung gesorgt - auch an der Parteispitze. Sie persönlich brauche diesen Rückhalt - nach den 'letzten 14 Monaten, durch die ich und die Partei gegangen sind. Das war eine schwierige, auch eine schmerzhafte Zeit', so die Parteichefin im ZIB2-Interview."
Denn: "So kann’s nicht weitergehen, mit dieser - zum Teil - Selbstzerfleischung und Intrigen, die Ende des letzten Jahres ihren traurigen moralischen Tiefpunkt gefunden haben. Da geht es nicht um mich, vielmehr geht es um uns als Partei".

Schön diese Einsicht! Zwar geht es der SPÖ seit dem Wahlsieg von Doskozil im Burgenland etwas besser, die Partei ist bei den Umfragen von 16 wieder auf 18 % gestiegen. Allerdings lag die SPÖ beim Rücktritt von Christian Kern, dem Erfinder der Rendi-Wagner, bei 28 %! Rendi-Wagner ist also der Tiefpunkt in der Parteigeschichte! So schlecht lag die SPÖ noch nie!


Nun will sie die Vertrauensfrage stellen, alle SPÖ-Mitglieder sollen im März 2020 über ihren Parteivorsitz und 15 von ihr vorgeschlagene Punkte abstimmen!

Hier die Fragen, die als : sehr wichtig - eher wichtig - weniger wichtig - nicht wichtig angekreuzt werden können:
>
Weg mit der Mehrwertsteuer auf Mieten und damit 1 Monatsmiete pro Jahr Ersparnis
> Rechtsanspruch auf einen Gratis Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr und mehr pädagogisches Personal
> Pflege für alle Menschen sicherstellen - als öffentliche Leistung
> Familienbonus in gleicher Höhe für jedes Kind in Österreich
> Nach 45 Jahren harter Arbeit: Pension ohne Abschläge
> Faire Bildungs-Chancen für jedes Kind: Ausbau der Ganztagsschulen und 5.000 LehrerInnen und Unterstützungspersonal mehr
> "Integration vor Zuzug" als Grundsatz: Menschen mit Recht auf Asyl integrieren, illegale Migration verhindern
> Jährliche Klimaschutz-Milliarde statt Kosten auf BürgerInnen abwälzen
> Stärkung der öffentlichen Gesundheitsversorgung und gegen Privatisierung im Gesundheitssystem
> Wochenarbeitszeit besser verteilen: Recht auf 4 -Tage-Woche für alle ArbeitnehmerInnen
> Die Gewerkschaft bei ihrer Forderung nach 1.700 € Mindestlohn für alle ArbeitnehmerInnen mit ganzer Kraft unterstützen
> Stärkere Besteuerung von Millionenvermögen und internationalen Großunternehmen
> Gewaltschutz ausbauen: Mehr Geld für die Präventionsarbeit - 2.500 PolizistInnen mehr auf Österreichs Straßen
> Stärkung der Justiz: 100 neue RichterInnen, 100 neue StaatsanwältInnen und 400 neue MitarbeiterInnen an unseren Gerichten
> Wie wichtig ist es, dass die SPÖ bei aktuellen Themen ihre Positionen intern ausdiskutiert, aber dann nach außen eine klare, gemeinsame Linie zeigt?

Das waren die 15 Fragen, dann folgt noch:
Was erwartest du Dir von Deiner SPÖ? (Offene Antwort)

Für sich selber stellt Rendi-Wagner die Ja-und-nein-Frage:
Soll Pamela Rendi-Wagner Bundesparteivorsitzende bleiben, um für diese wichtigen Themen gemeinsam mit allen in der Partei zu kämpfen?

Das Original des Fragebogens kann hier downgeloaden werden!

Man kann gespannt werden, was dabei herauskommen wird und wie weit die SPÖ danach in der Lage wäre, die von den Genossen gewünschten Punkte durchzusetzen, denn schließlich kosten die meisten der verlangten Änderungen entsprechend Geld und nur weil die Oppostionspartei SPÖ was fordert, werden die anderen Parteien, speziell die ÖVP, wohl kaum Hurra schreien und zustimmen. Die SPÖ hat jetzt nur 40 Sitze im Nationalrat, für eine Mehrheit braucht man 92, die FPÖ hat 31, die Neos haben 15, das wären also nur 86, man würde auch von den 26 Grünen noch was brauchen. Und die Neos würden die obigen Punkte überwiegend ablehnen, die FPÖ täte das wohl eher auch. Somit müsste die SPÖ zuerst 2024 die Wahlen gewinnen und dazu eine Mehrheit für eine Koalition finden, um was Reales aus dieser Befragung machen zu können...

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SPÖ-Sieg im Burgenland!

Es geht also doch noch! Die SPÖ kann Wahlen gewinnen! Die Bundes-SPÖ liegt bei Wahlumfragen aktuell bei 16 %, die Umfragen für die Landtagswahl im Burgenland hatten folgendes Ergebnis zu prophezeien versucht: SPÖ 43 % (+ 1,1 zur vorigen Wahl), ÖVP 32 % (+2,9), FPÖ 10 % (-5), Grüne 9 % (+2,6).

Das Ergebnis vom 26.1.2020 sieht aber so aus:

Die SPÖ hat also fast sieben Prozent mehr dazugewonnen, als die Wahlumfrager erfragt hatten...

Die Mandatsverteilung sieht nun so aus:


...und damit mit 19:17 die absolute Mandatsmehrheit erreicht! Die SPÖ gewinnt von der FPÖ und der Liste Burgendland jeweils 2 Mandate dazu (Abbildungen ORF-Screenshots)

Hans Peter Doskozil freut sich mit ruhigem Gesicht über den schönsten Tag in seinem Leben:

Die Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner hat auch zum großen Erfolg beigetragen, Doskozil hat sie nämlich von seinem Wahlkampf ferngehalten, die Vorsitzende einer 16-%-Partei konnte ihm keine Hilfe, sondern nur ein Schaden sein.

Öffentlich freuen durfte sich natürlich auch der Bundesschaden der SPÖ:

Und die Frau Rendi-Wagner wusste sogar, wodurch der Wahlsieg erreicht wurde! Doskozil wäre den Bürgern nahe gewesen und in den Mittelpunkt habe er sozialdemokratische Kernthemen gestellt!

Woher weiß sie das auf einmal und warum macht sie das nicht selber auch?

Da hat sie wohl vor dem ORF-Interview den Doskozil gefragt und der hat ihr dieses seit vielen Jahren in der SPÖ in Vergessenheit geratene Geheimrezept verraten!

Den Menschen nahe sein und sozialdemokratische Themen in den Mittelpunkt stellen!

Dazu war die SPÖ ja seinerzeit im Jahre 1889 in Hainfeld gegründet worden!
Die SPÖ muss sich sozialdemokratisch betätigen!
Gespannt können wir nun warten, ob der SPÖ-Bundesschaden Rendi-Wagner in der Lage sein wird, das auch in der Partei verloren gegangene sozialdemokratische Grundwissen zu erwerben!

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Vertrauen in den Kapitalismus auf dem Tiefpunkt

Das erbrachte eine neue Studie des Weltwirtschaftsforums!
Zu lesen bei RT - https://deutsch.rt.com - am 22.01.2020

Auf dem WEF in Davos wird eine neue Studie vorgestellt. Demnach ist eine große Mehrheit der für die Studie Befragten der Meinung, dass der Kapitalismus schädlich ist. In Deutschland glaubt nur noch jeder Achte, dass das Wirtschaftssystem für ihn funktioniert.

Die US-amerikanische Kommunikationsfirma Edelman hat für das gegenwärtig stattfindende Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos sein neues Vertrauensbarometer erstellt, das auf aufwändigen Umfragen in 28 Ländern beruht. Nun ist gegenüber Umfragen im Allgemeinen und solchen des WEF im Besonderen Misstrauen angebracht, schließlich verfolgte das Weltwirtschaftsforum als Treffpunkt der Wirtschaftselite und ihrer Freunde aus der Politik eine eigene Agenda. Dennoch enthält diese Studie einige interessante und überraschende Erkenntnisse.

An erster Stelle zu nennen ist sicher das schwindende Vertrauen in den Kapitalismus. Laut dem Vertrauensbarometer sind nur noch 18 Prozent der Befragten insgesamt der Meinung, dass das herrschende Wirtschaftssystem für sie funktioniere. 56 Prozent der Befragten finden dagegen, dass der Kapitalismus mehr schade als helfe. In Deutschland sind zwölf Prozent der Auffassung, dass das System funktioniere, 55 Prozent sehen mehr Schaden als Nutzen.

Das Vertrauen in die Institutionen – die Studie unterscheidet hier zwischen NGOs, Wirtschaft, Regierung und Medien – liegt weltweit und auch in Deutschland auf niedrigem Niveau, ist aber leicht gestiegen. Weltweit vertrauen 58 Prozent der Befragten den NGOs. Für Deutschland liegt dieser Wert bei nur 43 Prozent. Ebenfalls 58 Prozent vertrauen weltweit der Wirtschaft, in Deutschland sind es 48 Prozent. 49 Prozent weltweit vertrauen der Regierung, in Deutschland sind es 45 Prozent – wobei dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um immerhin fünf Prozentpunkte gestiegen sein soll. Das Vertrauen in die Medien liegt weltweit und in Deutschland ebenfalls bei 49 Prozent.

Am höchsten ist das Vertrauen in die Institutionen insgesamt in asiatischen Ländern. Auf den ersten drei Rängen liegen China, Indien und Indonesien, wo 82, 79 bzw. 73 Prozent der Befragten den Institutionen vertrauen. In den europäischen Ländern überwiegt das Misstrauen. In Deutschland vertrauen 46 Prozent der Befragten den Institutionen, in Frankreich 45, im Vereinigten Königreich 42. Auf dem letzten Platz sieht die Studie übrigens Russland mit 30 Prozent.

Die Edelman-Studie unterscheidet kurioserweise zwischen der "informierten Öffentlichkeit" und der "breiten Masse". Als Informierte gelten vor allem Akademiker, die intensiv Medien konsumieren. Die Zustimmungswerte für alle Arten der Institutionen sind unter den "Informierten" deutlich höher als unter der Masse. Bei NGOs und Wirtschaft liegen die Werte weltweit bei 70 Prozent bei den "Informierten", bei nur 55 beim Rest. Bei der Regierung sind es 59 Prozent zu 47; bei den Medien 61 zu 47.

Insgesamt ergibt sich für die "Informierten" eine Zustimmung von 65 Prozent zu den Institutionen, für die Masse von 51 Prozent. Die Lücke zwischen beiden Gruppen beträgt weltweit 14 Prozent, in Deutschland sogar 20, und sie wächst. Für die Autoren ist die wachsende Lücke zwischen Eliten und Basis ein Grund zur Sorge. Tendenziell, das zeigen schon die Begrifflichkeiten, sehen sie das Problem eher bei der "schlecht informierten" Masse. Allerdings lässt sich auch argumentieren, dass die "Informierten" in ihrer Mainstreamblase feststecken, in der sich die Institutionen selbst bestätigen, die Masse dagegen in engerem Kontakt zur Realität steht.

Die Studie enthält auch sonst einige kuriose Aspekte, beispielsweise, wenn sie dem geringen Vertrauen in die Institutionen oder auch konkreten Sorgen wie der Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle durch vermehrte Kooperation zwischen diesen begegnen will – als ob nicht schon jetzt weithin der Eindruck vorherrschte, Politik, Wirtschaft und Medien seien zu eng miteinander verwachsen. Dass die Autoren der Studie ihre eigenen Umfrageergebnisse nicht zum Anlass nehmen, ernsthaft die Frage nach alternativen Formen des Wirtschaftens aufzuwerfen, braucht nicht eigens betont zu werden.

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10 Jahre ohne Antifa-Info!

Von Jänner 1983 bis Jänner 2010 erschien in OÖ das "ANTIFA-INFO" in 150 Nummern, dann wurde das zuerst vierteljährlich, dann zweimonatlich verschickte Blatt der Alternativpresse eingestellt, im Zeitalter des Internets war es nimmer so recht zeitgemäß.
Zuerst wurde es durch die Site antifa.co.at weitergeführt, seit 2015 gibt es die Site antifa-info.at, die Gründe für diese Umstellung sind im Impressum nachzulesen!
Hier dazu die letzte, die 150. Nummer des Antifa-Info als PDF! Zehn Jahre alt!

So schnell vergeht die Zeit! Eine Sammlung von Artikeln und Serien aus dem gedruckten Antifa-Info von damals sind im ARCHIV als PDF nachzulesen!

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SPÖ weiterhin im Umfragetief

Aktuell liegen zwei Umfragen vor, PROFIL hat folgende Prozente erfragen lassen, Befragungszeitraum 6. bis 10. Jänner 2020, die Profil-Umfrage ist somit etwas aktueller, sie beginnt einen Tag vor dem Regierungsantritt der neuen Koalition:
ÖVP 38%, Grüne 17%, SPÖ 16%, FPÖ 16%, NEOS 10%, sonstige 3%

Die Grünen liegen dank der Klimakrise jetzt vor der SPÖ und die FPÖ ist mit der SPÖ gleich auf. Ähnlich wie bei der Nationalratswahl 2017, da lag man auch sehr knapp beieinander, die SPÖ war mit 26,86 % noch um ca. ein Prozent vor der FPÖ mit 25,97 %, beide Parteien haben es seither aus eigener Kraft geschafft, so um die zehn Prozent zu verlieren, die FPÖ mittels Strache & Ibiza, die SPÖ mittels des Führungswechsels und dem völligen Scheitern an der Aufgabe, sich wahrnehmbar für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung einzusetzen, es gab seit 20 Jahren keine Reallohnerhöhungen mehr, wozu wieder einmal auf den Rechnungshofbericht von 2018 verwiesen wird...

ÖSTERREICH präsentierte am 12.1. folgende Prozente, Befragungszeitraum 3. bis 9. Jänner 2020:
ÖVP 39%, Grüne 17%, SPÖ 17%, FPÖ 12%, Neos 9%, Strache 3% und sonstige 3%

Hier wurde auch nach Strache gefragt, die FPÖ hat darum weniger Prozente. Das dazu auch noch erfragte Politbarometer ist für die SPÖ wieder sehr peinlich, Kurz hat ein Plus von 44 %, Kogler eines von 30 %, die drei letzten in der Reihe sind Hofer mit minus 8 %, Rendi-Wagner mit minus 20 % und Strache mit minus 67 %. Irgendwann wird die SPÖ nach Hainfeld fahren und sich dort nach 130 Jahren noch einmal gründen müssen.

Weil die arbeitende Bevölkerung würde dringend eine Partei brauchen, die ihre Interessen aktiv und erfolgreich vertritt!

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Wegen der Länge der News-Datei wird diese halbjährlich geteilt:
> Erstes Halbjahr 2019
>
Zweites Halbjahr 2019
> Ganzes Jahr 2018
> Erstes Halbjahr 2017
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