News

Wegen der Länge der News-Datei wird diese halbjährlich geteilt:
> Erstes Halbjahr 2017
> Zweites Halbjahr 2017
> Erstes Halbjahr 2016
> Zweites Halbjahr 2016
> Erstes Halbjahr 2015
> Zweites Halbjahr 2015


Heinz R. Unger gestorben

Heinz Rudolf Unger, geboren am  7. August 1938, ist am 12. Februar 2018 nach längerer Krankheit verstorben. Er war ein österreichischer Literat, verfasste Romane, Lyrik, Theaterstücke, Drehbücher, Hörspiele, Lieder und Libretti sowie Kinder- und Jugendbücher und arbeitete mit Kabarettgruppen zusammen.

In memoriam Heinz R. Unger - Die Proletenpassion:

Nach oben


Bedeutung von Sex in der Jihad-Ideologie

Darüber spricht Hamed Abdel-Samad seit 2.2.2018 auf Al Hayat TV:



Die absurde islamische Vorstellung vom einem Paradies, in dem der Muslim 70 Jungfrauen und Sex ohne Limit erlangen wird, ist mit der Ideologie des Terrorismus und des Jihads im Islam eng verbunden. Der Jihad ist der kürzeste Weg, um die schönen Dinge des Paradieses, Geflügelfleisch, Wein und Frauen, zu genießen. Alles andere ist unsicher im Islam, denn dem Muslim wird keine sichere Chance auf das Heil und das Leben im Paradies garantiert, außer durch Jihad und Märtyrertum. Sure 9.111: „Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz dafür erkauft, dass ihnen der (Paradies) garten gehört: „Sie kämpfen auf Allahs Weg und so töten sie und werden getötet…"

Nach oben


Burschenschaftlergesangsbuch half der ÖVP!

Von der Burschenschaftlergroteske um die am 28.1.2018 abgehaltene Landtagswahl in Niederösterreich profitierte die ÖVP, wie hier zu sehen ist:

Die ÖVP erreichte fast 50 % und gewann gegenüber der Nationalratswahl von 2017 immerhin 14 % hinzu und gegenüber den Umfragen vor der heurigen Landtagswahl knapp fünf Prozent. Die FPÖ erreichte zwar ein Plus von 6,55 % gegenüber der Wahl von 2013, die Umfragen hatten aber auf einen Stimmenanteil von 19 % geschätzt und bei der NRW 2017 hatten die Freiheitlichen um über elf Prozent mehr als jetzt bei der LTW.

Die Aufdeckung in Sachen Burschenschaftlergesang kam von der linken Seite, es war der FALTER, der sich ein Exemplar des Liederbuches besorgen konnte, das laut eines ORF-Berichtes nur eine Auflage von fünfzig Stück hatte und nur innerhalb der Burschenschaft "Germania Wr. Neustadt" (70 Mitglieder) vertrieben wurde. Im FALTER wurde auch darauf hingewiesen, dass in diesem Gesangsbuch ein Lied der Luftwaffeneinheit "Condor" abgedruckt war, die durch die Bombardierung von Guernica "berühmt" wurde, das war die erste massive Vernichtung ziviler Bereiche durch Flächenbomben, hier dazu das bekannte Bild von Genossen Pablo Picasso:

(Wikimedia PD gem. CC BY-SA 3.0)
Aus dem Liedtext: "Wir sind deutsche Legionäre, die Bombenflieger der Legion, im Kampf um Freiheit und Ehre, Soldaten der Nation."
Im Liederbuch ist auch "Auf Kreta im Sturm und im Regen, da steht ein Fallschirmjäger auf der Wacht", eine Art Hymne dieses Zweiges der deutschen Wehrmacht, gesungen wurde das aber auch im österr. Bundesheer noch bis in die 1970erJahre!

Aber es ging um das Lied "Es lagen die alten Germanen zu beiden Ufern des Rheins", unter Verwendung eines alten Trinkliedes wurde 1939 eine Art NS-Spaßgesang geformt, z.B. steht dort: "Nun trat in ihre Mitte ein alter Araberscheich, der sprach zu den alten Germanen: Wann kehren wir heim ins Reich?"

Die heutigen Herausgeber des Liedes ließen es zu, in selbem Stil weiter zu dichten und so waren dann auch diese Zeilen zu lesen: "Da trat in ihre Mitte der Jude Ben Gurion: Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million."

Man hat nach Angaben der Burschenschaftler diese Zeilen inzwischen geschwärzt, welcher Geist solche Reime in den Neunzigerjahren noch als lustig empfinden konnte, ist wohl deutlich erkennbar. Auch wenn Udo Landbauer, der FPÖ-Spitzenkandidat bei den nö. Landtagswahlen das selber nicht gedichtet oder ins Liederbuch eingebaut hat, weil er damals altersmäßig noch gar nicht Mitglied sein konnte. Dass er davon nie was gehört hätte, hat keine hohe Wahrscheinlichkeit, aber es wird ihn wohl auch wenig bekümmert haben und durch das Schwärzen der Zeilen, die Sache als erledigt betrachtet haben, wenn er sich darüber überhaupt Gedanken gemacht hat...

Das Resultat war jedenfalls, dass durch vermeintliche linke Hilfe für SPÖ und Grüne die Differenz zwischen Umfragen und Wahlresultat fast allein die ÖVP von der FPÖ konsumieren konnte, es blieb sozusagen alles im gemeinsamen Koalitionshaushalt. Die Grünen kassierten von der SPÖ einen Teil derer negativen Differenz zu den Umfragen. Ersichtlich ist auch, dass bei der NRW ein deutlicher Prozentsatz der jetzigen ÖVP-Wähler die FPÖ gewählt hat, aber das war ja schon in den Neunzigerjahren unter Jörg Haider auch so gewesen (LTW 1998, ÖVP 45 %, FPÖ 16 %, NRW 1999, ÖVP 33%, FPÖ 23 %)...

Zu den Wahlanalysen lässt noch vermerken, dass die Wählerströme zwischen den Parteien im Vergleich zur LTW 2013 keine dramatischen Tendenzen aufwiesen, hier die Aufteilungen nach Geschlecht und Alter:

Auffällig ist der hohe Anteil der Übersechzigjährigen bei der ÖVP und das deutliche Überwiegen weiblicher Wähler bei der SPÖ und der Männer bei der FPÖ.

Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen:

Wie gewohnt: die Arbeiterpartei heißt FPÖ, auffällig, dass hier nicht die SPÖ, sondern die ÖVP die Pensionistenpartei ist, wie üblich: Arbeiter wählen nicht grün, das tun gut situierte Angestellte und Lehrer und Selbstständige in akademischen Berufen, weil die haben dann auch die Möglichkeit, sich ständig durch gutmenschliches Handeln selber aufzuwerten.

Und dasselbe nach Erwerbszugehörigkeiten nach dem Bevölkerungsanteil:

In der ersten Tabelle ist die jeweilige senkrechte Summe 100 %, in dieser ist es die Summe der Quersummen. Die größte Bevölkerungsgruppe mit knapp 40 % sind die Angestellten und Beamten, die zweite Gruppe gehört mit etwas über 36 % zum Bereich der Ruheständler, der Arbeiterbereich liegt bei gut 16 %, die Selbstständigen bei 8,5 % (Nichterwerbstätige wurden analog eingerechnet). Auffällig ist darum, dass in NÖ bei Landtagswahlen die ÖVP mit 23 % Stimmen der Unselbständigen deutlich vor der seinerzeit als Interessensvertretung für diese Gruppe gegründeten SPÖ liegt, die nur 16 % erreichte, die FPÖ liegt mit 13 % nicht weit dahinter. Es wäre darum für die SPÖ hilfreich, wenn sie einmal intensiv darüber nachdenken täte, wozu sie überhaupt gegründet wurde, im neoliberalen Zeitalter gäbe es schließlich mehr als genug zu tun für eine sozialdemokratische Partei.

Dazu eine Feststellung von Robert Pfaller aus seinem Buch "Erwachsenensprache - Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur ": "Die neue Rechte erstarkt schließlich nicht etwa deshalb, weil die Sozialdemokraten linke Politik machten, sondern eben darum, weil sie seit langem keine mehr machen." (Siehe dazu auch unten: "Rechtspopulistenentwicklungshilfe")
Diese Landtagswahlen sind dafür wieder ein deutlicher Beweis: die vermeintlich linke Kritik am Spitzenkandidaten der FPÖ hat den vermeinlich linken Parteien gar nichts gebracht, es wurde nur von der FPÖ zur ÖVP umverteilt. Kritik an ein paar vorvorgestrigen Schwachköpfen im FPÖ-Umfeld hat keinen Nutzen für die arbeitende Klasse, genauso wenig wie das Binnen-I einen Nutzen gegen die schlechten Lohnverhältnisse in den Branchen mit hohem Frauenanteil hat. Es müsste eben im Alltag der arbeitenden Bevölkerung eine Politik für ihre Interessen erkennbar werden, das hätte dann auch eine gesellschaftspolitisch als links wahrnehmbare Wirkung und die Umverteilung der Wählerstimmen nach rechts könnte gestoppt und schließlich umgekehrt werden. Denn schließlich sind die neoliberalen Ausbeutungsmethoden das große gesellschaftspolitische Problem. Aber das ist politisches Brachland...

Nach oben


Wenn das der Führer wüsste...

Der FPÖ gelingt es immer wieder in passenden Momenten in braune Scheiße zu treten. Aktuell bei den am 28.1. in Niederösterreich bevorstehenden Landtagswahlen.
Bei der am 21.1. letzten veröffentlichten Umfrage ergaben sich folgende Werte: ÖVP 45 % (LTW 2013: 50,8%), SPÖ 26 % (21,6 %), FPÖ 19 % (8,2 %), Grüne 5 % (8,1 %) und Neos ebenfalls 5 % (2013 nicht kandidiert).

Nun hat der FPÖ-Spitzenkandidat Udo Langbauer ein Problem!
Er war stellvertretender Vorsitzender einer schlagenden Burschenschaft namens "Germania". Und diese Germania hat ein deutsch-germanisches Liederbuch, das auch ein Lied mit folgender Textzeile enthielt: "Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million". Das Buch erschien 1997, nach Germania-Angaben sollen die Stellen mit dem angeführten Lied bereits spätestens 1998 aus den Büchern entfernt, bzw. geschwärzt worden sein, eine Neuausgabe des Buches wäre der Germania aber zu teuer gekommen, Langbauer wäre 1997 erst elf Jahre alt gewesen und hätte mit dem Liederbuch nichts zu tun gehabt.

Was nichts daran ändert, dass schlagende Burschenschaften vermutlich oft in alten antisemitischen Traditionen stehen und intern darum bloß Vorsicht wegen des NS-Verbotsgesetz herrscht und keine entsprechende eigene Überzeugung. Wenn das der Führer wüsste, würde es ihn freuen!

Aber worüber würde er sich nicht freuen?
Schaut Euch einmal den Udo Langbauer an! Hier ein Screenshot-Ausschnitt von der ZiB 1 vom 24.1.2018:

Schaut so ein Germane aus, der in einem Verein namens Germania stellvertretender Vorsitzender werden kann? Das ist doch ein mediterraner oder gar nahöstlicher Ruassl! Wenn das der Führer wüsste, wer sich heute für einen Germanen halten darf!

So schaut ein Germane aus
, YouTube-Screenshot aus dem Film "Die Wikinger":

Die Hauptrolle spielte der oben abgebildete blondhaarige und blauäugige US-Schauspieler Kirk Douglas! So hat ein Germane auszuschauen! Wer ist dieser Kirk Douglas? Hat er sich entsprechend völkisch betätigt? Schauen wir nach!
Er wurde als Issur Danielowitsch Demsky geboren, seine Eltern waren jüdische Migranten aus Weißrussland. Hoppala! Der Rassismus ist ein komplexe Sache. Wenn das der Führer wüsste!

Spaß beiseite!
Gespannt kann man sein, welche Wirkung diese Sache auf die Wähler hat! Da unter den Wählern altersbedingt praktisch kaum noch alte Nazis sein können, wird das Germania-Liederbuch mit und ohne Schwärzungen diesbezüglich keine Wirkungen haben, unter jüngeren Antisemiten wird das Liederbuch plus die langbauerschen Distanzierungen auch keinen Zustrom auslösen. Die FPÖ-Stammwähler werden sich wohl weder positiv noch negativ sehr beeindrucken lassen. Interessant wird sein, wie weit sich die heute üblichen zahlreichen FPÖ-freundlichen Protestwähler verhalten werden. Am 28.1. wissen wir es zumindest ungefähr!

PS: Wenn der Führer was von der aktuellen FPÖ wüsste, wäre er wohl eher nicht amüsiert, weil die Partei ja inzwischen weiß, dass der alte Deutschnationalismus in Österreich mangels einschlägigen Personals keine Wählerkohorten mehr mobilisiert und man sich darum lieber distanziert als solidarisiert, wenn der alte Geist wieder einmal wo wiederkehrt oder alte Geister zufällige liederbuchförmige Auferstehung feiern...

PPS : Der Name des Verantwortlichen für die Erstellung des Germania-Liederbuchs von 1997 ist inzwischen den Behörden bekannt. Ob gegen ihn ein Verfahren wegen NS-Wiederbetätigung eingeleitet werden kann, darf bezweifelt werden, weil die strafrechtlichen Verjährungsfristen gemäß StGB § 57 in diesem Fall bereits abgelaufen sind, weil es für dieses Liederbuch sicherlich keine Strafandrohung von mehr als zehn Jahren geben wird. Und Langbauer konnte als Geburtsjahrgang 1986 an der Erstellung des Buches ja gar nicht beteiligt gewesen sein, es ist also ein Sache der Moral und nicht der Justiz...

Nach oben


Rechtspopulistenentwicklungshilfe

Darüber schrieb der Linzer Professor an der Kunst-Uni Robert Pfaller das Buch  "Erwachsenensprache - Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur", auf Seite 42 ist dort eine prägnante Zusammenfassung dazu zu lesen:
Die Fehleinschätzung beziehungsweise Fehldeklaration von postmoderner Pseudopolitik als linke Politik ist es, die gegenwärtig massenhaft ehemalige sozialdemokratische Stammwählerschichten ins Lager der neuen Rechten (oder auch in das immer größer werdende der Nichtwähler) überlaufen lässt. Wenn sozialdemokratische Politik in der öffentlichen Wahrnehmung für nichts anderes mehr steht als für Binnen-Is, Rauchverbote und Ratschläge für den Umgang mit Zwischengeschlechtlichkeit, dann braucht man sich allerdings nicht zu wundern, wenn Leute, die ernsthafte Sorgen haben, zornig werden und anders wählen. Genau darum sollte man endlich aufhören, den Umstand, dass man von der Rechten angegriffen wird, als Beweis dafür auszugeben, dass man selbst linke Politik mache. Dass Menschen mit Existenzsorgen über aufgezwungenes »Gendern« ärgerlich werden, ist kein Beleg dafür, dass Gendern fortschrittlich ist oder die Ärgerlichen Faschisten wären. Political correctness ist keine Errungenschaft linker Hegemonie. Die neue Rechte erstarkt schließlich nicht etwa deshalb, weil die Sozialdemokraten linke Politik machten, sondern eben darum, weil sie seit langem keine mehr machen.
Wenn es nicht gelingt, die pseudolinke Symbolpolitik endlich von links zu kritisieren und sie zugunsten einer wirklichen linken, auf Gleichheit und Wohlstand aller ausgerichteten emanzipatorischen Politik zu verabschieden, dann wird es in Zukunft nichts mehr geben, was den in vielen Ländern bereits spürbar gewordenen Siegeszug der Rechten aufhalten kann.

Ja, genau so ist es! Was sich ja auch bei den Nationalratswahlen 2017 dramatisch zeigte, die SPÖ wurde zur Pensionistenpartei, die FPÖ zur Arbeiterpartei und die grüne Binnen-I-Partei flog aus dem Parlament. Und was tun die Leute, die sich selber als links sehen weiterhin? Sie glauben allen Ernstes, Demos gegen die neue Regierung würden nützlich sein. Die sind jedoch genauso nützlich wie es 2015 die Demo für ein weltoffenes Wels einen Tag vor der Bürgermeisterstichwahl war, der FPÖ-Kandidat erhielt dann 63 % der Stimmen. Was eine Linke tun müsste, wäre eigentlich klar: Sich um die Interessen der arbeitenden Bevölkerung kümmern! Aber das passiert ja schon seit zwanzig Jahren nimmer, der Neoliberalismus diktiert steigende Arbeitsbelastungen und gleichbleibende oder sinkende Löhne und die "Linke" setzt sich hauptsächlich für Zuwanderer und Binnen-Is ein und wundert sich dann, wenn die arbeitende Bevölkerung aus Wut und Verzweiflung die FPÖ wählt. Und dann geht man demonstrieren um den 57,5% ÖVP%FPÖ-Wählern aufzuzeigen, dass sie falsch gewählt hätten. Bei den aktuellen Umfragen kommen ÖVP&FPÖ inzwischen schon auf 60 % und die Grünen liegen immer noch bei 3 %, aber wenn dieser 3%-Bereich demonstrieren geht, dann werden die Anhänger der neuen Regierung weniger? So naives Handeln erschreckt!

Unabdingbar notwendig wäre Widerstand gegen den neoliberalen Klassenkampf gegen die arbeitende Bevölkerung! Aber man will wohl lieber weiterhin diesbezüglich nichts Wahrnehmbares tun und damit weiterhin Wähler nach rechts vertreiben!

Nach oben



Wegen der Länge der News-Datei wird diese halbjährlich geteilt:
> Erstes Halbjahr 2017
> Zweites Halbjahr 2017
> Erstes Halbjahr 2016
> Zweites Halbjahr 2016
> Erstes Halbjahr 2015
> Zweites Halbjahr 2015

Nach oben