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Rechtspopulistenentwicklungshilfe

Darüber schrieb der Linzer Professor an der Kunst-Uni Robert Pfaller das Buch  "Erwachsenensprache - Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur", auf Seite 42 ist dort eine prägnante Zusammenfassung dazu zu lesen:
Die Fehleinschätzung beziehungsweise Fehldeklaration von postmoderner Pseudopolitik als linke Politik ist es, die gegenwärtig massenhaft ehemalige sozialdemokratische Stammwählerschichten ins Lager der neuen Rechten (oder auch in das immer größer werdende der Nichtwähler) überlaufen lässt. Wenn sozialdemokratische Politik in der öffentlichen Wahrnehmung für nichts anderes mehr steht als für Binnen-Is, Rauchverbote und Ratschläge für den Umgang mit Zwischengeschlechtlichkeit, dann braucht man sich allerdings nicht zu wundern, wenn Leute, die ernsthafte Sorgen haben, zornig werden und anders wählen. Genau darum sollte man endlich aufhören, den Umstand, dass man von der Rechten angegriffen wird, als Beweis dafür auszugeben, dass man selbst linke Politik mache. Dass Menschen mit Existenzsorgen über aufgezwungenes »Gendern« ärgerlich werden, ist kein Beleg dafür, dass Gendern fortschrittlich ist oder die Ärgerlichen Faschisten wären. Political correctness ist keine Errungenschaft linker Hegemonie. Die neue Rechte erstarkt schließlich nicht etwa deshalb, weil die Sozialdemokraten linke Politik machten, sondern eben darum, weil sie seit langem keine mehr machen.
Wenn es nicht gelingt, die pseudolinke Symbolpolitik endlich von links zu kritisieren und sie zugunsten einer wirklichen linken, auf Gleichheit und Wohlstand aller ausgerichteten emanzipatorischen Politik zu verabschieden, dann wird es in Zukunft nichts mehr geben, was den in vielen Ländern bereits spürbar gewordenen Siegeszug der Rechten aufhalten kann.

Ja, genau so ist es! Was sich ja auch bei den Nationalratswahlen 2017 dramatisch zeigte, die SPÖ wurde zur Pensionistenpartei, die FPÖ zur Arbeiterpartei und die grüne Binnen-I-Partei flog aus dem Parlament. Und was tun die Leute, die sich selber als links sehen weiterhin? Sie glauben allen Ernstes, Demos gegen die neue Regierung würden nützlich sein. Die sind jedoch genauso nützlich wie es 2015 die Demo für ein weltoffenes Wels einen Tag vor der Bürgermeisterstichwahl war, der FPÖ-Kandidat erhielt dann 63 % der Stimmen. Was eine Linke tun müsste, wäre eigentlich klar: Sich um die Interessen der arbeitenden Bevölkerung kümmern! Aber das passiert ja schon seit zwanzig Jahren nimmer, der Neoliberalismus diktiert steigende Arbeitsbelastungen und gleichbleibende oder sinkende Löhne und die "Linke" setzt sich hauptsächlich für Zuwanderer und Binnen-Is ein und wundert sich dann, wenn die arbeitende Bevölkerung aus Wut und Verzweiflung die FPÖ wählt. Und dann geht man demonstrieren um den 57,5% ÖVP%FPÖ-Wählern aufzuzeigen, dass sie falsch gewählt hätten. Bei den aktuellen Umfragen kommen ÖVP&FPÖ inzwischen schon auf 60 % und die Grünen liegen immer noch bei 3 %, aber wenn dieser 3%-Bereich demonstrieren geht, dann werden die Anhänger der neuen Regierung weniger? So naives Handeln erschreckt!

Unabdingbar notwendig wäre Widerstand gegen den neoliberalen Klassenkampf gegen die arbeitende Bevölkerung! Aber man will wohl lieber weiterhin diesbezüglich nichts Wahrnehmbares tun und damit weiterhin Wähler nach rechts vertreiben!

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