News 2020

Wegen der Länge der News-Datei wird diese halbjährlich geteilt:
>
Jährliche Teilung geht auch!
> Erstes Halbjahr 2019
>
Zweites Halbjahr 2019
>
Ganzes Jahr 2018
>
Erstes Halbjahr 2017
>
Zweites Halbjahr 2017
>
Erstes Halbjahr 2016
>
Zweites Halbjahr 2016
>
Erstes Halbjahr 2015
>
Zweites Halbjahr 2015


Der Lockdown lockt down, aber zu spät!

Das sieht man jetzt an der Grafik, der aktuelle Lockdown in Österreich lockt jetzt die tägliche Infektionskurve tatsächlich wahrnehmbar nach unten - wie das Bild vom 20.12.2020 zeigt:

Man sieht aber auch, dass ein Lockdown, der anfangs Oktober verhängt worden wäre, noch bis in den Jänner die niedrige Ansteckungskurve von Mitte April bis Mitte August gehabt hätte! Siehe grüne Kurve des hier nur hochgerechneten (oder war das eine Downrechnung?), aber nicht stattgefundenen Oktober-Lockdowns!!

Was wieder die politische Realität widerspiegelt! Im Frühjahr war das Auftreten der Pandemie was Neues, was Gefährliches, dem man unverzüglich entgegenzutreten hatte!

Der erste Lockdown startete damals als die tägliche Ansteckungsrate noch bescheiden im Einhunderterbereich steckte, aber der Erfolg war rasch deutlich wahrnehmbar. Für Kanzler Kurz als Funktionär der Partei, die sich vor allem um die Interessen der Wirtschaft kümmert, war dann bei Start der zweiten Welle ein solch rascher, auch die Wirtschaft entsprechend treffender Lockdown nicht möglich und es wurde viel zulange zugewartet! Als dann Mitte Oktober die Ansteckungsrate pro Tag mehrere tausend Menschens betraf, wurde immer noch nicht reagiert, erst nach dem Rekordwert vom 13.11. mit 9.586 Neuansteckungen wurden Maßnahmen vorbereitet und ab 21.11. der zweite Lockdown gestartet!

Seit Anfang Oktober bis 20.12. stieg die Zahl der Corona-Toten von 802 auf 5.351! Das hätte sich mit einer vernünftigen Anti-Corona-Politik weitgehend vermeiden lassen! 
Und auch das Weihnachtsgeschäft wäre coronamäßig weitaus weniger gestört worden, weil es hätte dann ja die obige grüne Kurve gegolten und die Geschäfte wären jetzt offen! Und bis zur nächsten Infektionswelle etwa anfangs Februar 2021 wären die Impfmittel schon in Gebrauch...

Da aber weder die ÖVP, noch die Grünen, noch die Oppositionsparteien SPÖ, FPÖ und Neos bisher in der Lage waren, die Coronazahlen analytisch ins Aug' zu nehmen, haben wir eben alle den Scherm dieser politischen Unfähigkeit auf den Kopf bekommen!

Nach oben


Presseaussendung des Mauthausen-Komitees zum rechtsextremen Waffenfund in Wien:

Mauthausen Komitee zum braunen Waffenlager: "Wirksame Maßnahmen sind überfällig!"

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) sieht seine Warnungen vor der Gefährlichkeit der rechtsextremen Szene durch das nun gefundene große Waffenlager bestätigt. Die Waffen wurden von Neonazis mit Geld aus Drogenhandel beschafft und waren für den Aufbau einer Miliz in Deutschland bestimmt.

"Organisierte Kriminalität finanziert braune Gewalt: Diese Verbindung kennen wir schon vom 'Objekt 21' in Oberösterreich. Auch damals hat der Verfassungsschutz versagt. In beiden Fällen sind die Neonazi-Gruppen nicht über ihre Umsturzpläne gestolpert, sondern über ihren Drogenhandel. Dabei hätten beide Waffenlager zum Tod von Hunderten Menschen führen können", sagt Willi Mernyi, der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ).

Mernyi weiter: "Rechtsextremer Terror bleibt auch in Österreich eine dauerhafte Bedrohung. Wirksame Maßnahmen sind überfällig! Dazu gehört eine Neugründung des katastrophal aufgestellten Verfassungsschutzes und die rasche Realisierung eines umfassenden 'Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus‘."

Nach oben


Aktueller Bitcoin-Schmäh

Als Kronenzeitungsbericht getarnt geistert die Meldung, dass der Skispringer Stefan Kraft allen empfiehlt, mittels Bitcoin-Handel zum Millionär zu werden:


Wenn man dann googelt, "Stefan Kraft bitcoin Kronenzeitung" dann erhält man dieses:

Die Reihe der Fundstellen mit Stefan Kraft ist lange, von Bitcoins ist nirgendwo die Rede - aber so machen die Bitcoingauner das ja öfters: Irgendeine bekannte Person wird als vermeintlicher Empfehler für Bitcoins als vermeintlicher Zeitungslink herum gemailt. Bei Stefan Kraft sah das etwa so aus:

und wenn man dann klickt, dann erscheint kein Unfallbericht, sondern die Pseudo-Site laut Bild 1 oben.
Das obige Bild 1 stammt natürlich nicht von der Homepage der Krone oder einer anderen Zeitung sondern von https://bitcoinera.trkcash.xyz/

Also: Finger weg!

Nach oben


200. Geburtstag von Friedrich Engels am 27.11.2020:

Friedrich Engels (1820 – 1895) war Großbürger und Revolutionär, Mitbegründer des "wissenschaftlichen Sozialismus", Kämpfer für die Demokratie, auch mit der Waffe in der Hand, führender Aktivist der "Ersten Internationale" und unangefochtene Autorität der "Zweiten Internationale". Er warnte schon 1887 vor dem Weltkrieg, der 27 Jahre später kam. Sein Interesse galt dem Kommunismus in der Geschichte und der Verbindung von Geschlechterverhältnissen, Privateigentum und Staat. Er wollte die Gesetze der Dialektik verstehen, um emanzipatorisch und solidarisch in die Widersprüche der Verhältnisse einzugreifen. Ohne ihn wäre das Werk seines Freundes Marx unmöglich gewesen und auch nicht bewahrt worden. Wer heute von Sozialismus redet, darf Engels nicht vergessen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung der deutschen "Linken" würdigt ihn am Vorabend seines 200. Geburtstages mit einer außergewöhnlichen digitalen Feier: am Freitag, den 27. 11. um 17.00 Uhr. Sie dauert zwei Stunden. Happy Birthday!
Näheres (inklusive Livestream-Einstieg) unter https://www.rosalux.de/en/event/es_detail/8S8UV/happy-birthday-friedrich-engels!

iNach oben


Kriegerdenkmal ehrt Massenmörder

Auf dem Friedhof von Peuerbach (Bezirk Grieskirchen) ehrt ein "Kriegerdenkmal" des Kameradschaftsbundes namentlich genannte Gefallene. Unter ihnen befindet sich auch Ferdinand Sammern-Frankenegg. Er wurde 1897 in Grieskirchen geboren. Ab 1929 war er Rechtsanwalt in Peuerbach, später hochrangiger Nationalsozialist, SS-Offizier und im besetzten Polen führend an der Ermordung von Zehntausenden Jüdinnen und Juden beteiligt. 1944 kam Sammern-Frankenegg bei Kämpfen in Kroatien ums Leben. Heute geben sich in Peuerbach ÖVP-Bürgermeister Wolfgang Oberlehner und Kameradschaftsbund-Obmann Franz Sallaberger-Lehner ahnungslos, obwohl die Biografie des früheren Gemeindebürgers und prominenten NS-Verbrechers sogar auf Wikipedia nachzulesen ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_von_Sammern-Frankenegg!
Am 15. November hat der "Kurier" in seiner Oberösterreich-Beilage umfangreich über die öffentliche Ehrung des "SS-Schlächters von Warschau" berichtet. "Kurier"-Journalist Gerhard Marschall wirft Bürgermeister Oberlehner "Herumdrucksen" vor.

Das oö. Antifa-Netzwerk, das Mauthausen Komitee Österreich und die Israelitische Kultusgemeinde Linz fordern, dass die skandalöse Würdigung Sammern-Frankeneggs rasch entfernt wird.

iNach oben


In Sachen Islamterrorismus

Newsletter vom 12.11.2020 der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM):
Islamisch motivierte Terrorattacken in Paris, Nizza, Dresden und Wien - und nun?

Die islamisch motivierten Terrorattacken in Paris, Nizza, Dresden und Wien sowie die anschließenden Zustimmungs- und Rechtfertigungsbekundungen von muslimischer Seite haben die Regierenden und die ihnen gefügigen Medien zwar ein Stück weit erschüttert und in Frankreich und Österreich sogar zu einigen punktuellen Maßnahmen in die richtige Richtung gezwungen - so zum Verbot der nationalistisch-islamischen "Grauen Wölfe" in Frankreich und zur Schließung von Moscheen in Österreich.
Aber trotz der jahrzehntelangen Erfahrung des islamischen Terrors wird im Kern immer noch unbelehrbar an dem falschen Narrativ "Guter Islam/Böser Islamismus" festgehalten.
Dabei wird Folgendes hartnäckig vernebelt:
Die als "Einzeltäter" völlig verkannten terroristischen Attentäter sind im Grunde nur Exekutivorgane der durchaus zahlreichen "streng gläubigen" Muslime, die völlig im Einklang mit dem orthodoxen Mainstreamislam die Tötung von Ungläubigen rechtfertigen. Im tiefsten Inneren handelt es sich um Todfeinde der säkular-demokratischen Lebensordnung, die beständig aus diesen islamisch-patriarchalischen Sozialisationsmilieus hervorgehen.
In Deutschland versteigt man sich hingegen zu dem grotesken Aberglauben, mit hierzulande auf Kosten der nichtmuslimischen Steuerzahler ausgebildeten Imamen könne man die dogmatisch festgelegten grund- und menschenrechtswidrigen Inhalte des Islam aus der Welt schaffen, die den unverrückbaren Nährboden für die Spirale aus Desintegration und gewalttätigen Konsequenzen bilden.
Was sich jetzt immer offenkundiger rächt, ist die langjährige Verleugnung, dass die abgeschotteten orthodoxen und radikal-islamischen Sozialmilieus ein Massenphänomen darstellen und die Idee, Feinde der säkular-demokratischen Gesellschafts- und Lebensordnung mit der Staatsbürgerschaft zu behängen, auf tendenziell selbstzerstörerische Art zum Scheitern verurteilt ist.

iNach oben


Warum wird jemand Jihadist?

Auch das kann man ergoogeln! Jihadist zu werden, das erfordert einen festen islamischen Glauben! Hier ein Zitat aus einer Predigt eines Jihadistenpredigers:
"Oh, Brüder im Glauben, wir empfinden keinen Verlust. Der Märtyrer, wenn er Allah trifft, erreicht Vergebung mit dem ersten Tropfen Blut. Er wird errettet von den Qualen des Grabes und sieht seinen Platz im Paradies. Er wird vom großen Schrecken des Jüngsten Gerichts errettet. Er erhält 72 schwarzäugige Frauen, 70 seiner Familie kommen durch ihn in den Himmel, er wird gekrönt mit der Krone des Ruhmes, dessen Edelstein besser als die ganze Welt ist und besser als all das, was darinnen ist."

Jihad bedeutet Glaubenskampf.
Das wird ja so wohl irgendwo im Koran stehen! In der Sure 3, Vers 169 steht: "Halte jene, die für Allahs Sache erschlagen wurden, nicht für tot - sondern lebendig bei ihrem Herrn, ihnen werden Gaben zuteil."
In Sure 4, Vers 69 steht: "Wer Allah und dem Gesandten gehorcht, soll unter denen sein, denen Allah Seine Huld gewährt hat, nämlich unter den Propheten, den Wahrhaftigen, den Blutzeugen und den Gerechten, das sind die besten Gefährten."

Die berühmten 72 paradiesischen Jungfrauen kommen im Koran an mehreren Stellen vor. Die Zahl 72 war ein Synonym für "reichlich", Jungfrauen heißen arabisch "Huri", das hat aber nichts mit "Huren" zu tun, in der Sure 56 über die paradiesischen Belohnungen heißt es in den Versen 22 bis 24: "Und holdselige Mädchen mit großen, herrlichen Augen, gleich verborgenen Perlen, als eine Belohnung für das, was sie zu tun pflegten".

Ja, da kann man schon einen Sprengstoffgürtel umschnallen oder sich - nachdem man einige Ungläubige umgebracht hat - von der Polizei erschießen lassen und dadurch eben ins Paradies zu den Huri aufsteigen! Man muss dazu nur einen entsprechend festen Glauben haben!

iNach oben


Razzia gegen Rechtsextreme

Eine bundesweite Großrazzia gegen Rechtsextremisten hat am 10. November stattgefunden. Rund 150 Beamte haben in sieben Bundesländern (nicht in Kärnten und Vorarlberg) insgesamt elf Hausdurchsuchungen durchgeführt, davon eine in Oberösterreich, nämlich im Bezirk Steyr-Land. Die Hausdurchsuchungen waren gegen 40 Verdächtige gerichtet. Ihnen allen wird Wiederbetätigung im Sinne des Verbotsgesetzes vorgeworfen. Zumeist haben die Verdächtigen Hasspropaganda über das Internet verbreitet. Beschlagnahmt wurden Mobiltelefone, Datenträger und NS-Devotionalien.
Näheres siehe Internet!

iNach oben


MKÖ-Pressemeldung vom 06.11.2020:

Mauthausen Komitee zum Jahrestag der Pogromnacht:
"Aktionsplan gegen Rechtsextremismus realisieren!"

Anlässlich des 82. Jahrestages der Pogromnacht 1938 zeigt sich das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) besorgt über die hohe Zahl an rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Straftaten. "2005 wurden bundesweit 209 solcher Hassdelikte verübt. Im Vorjahr waren es 929, also viereinhalb Mal so viele", weist MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi auf den massiven Anstieg hin.

Die Bundesregierung hat im Sommer einen Nationalen Aktionsplan gegen Antisemitismus angekündigt.
"Dieser Aktionsplan ist sehr zu begrüßen, aber alleine zu wenig", sagt Mernyi. Denn der Antisemitismus-Bericht für 2019 spricht eine klare Sprache: Soweit die antisemitischen Vorfälle ideologisch zugeordnet werden konnten, waren 83 Prozent rechtsextrem motiviert! Auch sonst ist der Rechtsextremismus die wichtigste ideologische Triebfeder für judenfeindliche Vorfälle. Der in Österreich tiefverwurzelte und historisch massenmörderische braune Antisemitismus dominiert also gegenüber anderen Formen.
"Jede Form des Hasses gegen Jüdinnen und Juden ist brandgefährlich und muss entschlossen bekämpft werden. In den meisten Fällen sind aber Rechtsextremisten die Täter. Kürzlich wurde sogar ein Polizeibeamter verurteilt, weil er neonazistische und antisemitische Hassbotschaften verschickt hat. Da müssen sämtliche Alarmglocken schrillen", stellt der MKÖ-Vorsitzende fest.
Deshalb fordert das Mauthausen Komitee, dass die Bundesregierung gemeinsam mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Antisemitismus auch den Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus realisiert. Dieser Aktionsplan wurde schon 2016 – nach einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Oberösterreich – vom damaligen Innenminister Wolfgang Sobotka angekündigt, aber nie umgesetzt. Im aktuellen Regierungsprogramm ist er wieder vorgesehen.
"Der Antisemitismus kann nur dann wirksam bekämpft werden, wenn auch seine Hauptursache, der Rechtsextremismus, endlich mit einem umfassenden Maßnahmenpaket bekämpft wird! Es wäre kontraproduktiv, den einen Aktionsplan ohne den anderen umzusetzen", betont Willi Mernyi.

iNach oben


Wenn schützt der Verfassungsschutz?

Der islamistische Terroranschlag von Wien am 4.11. bringt ÖVP-Innenminister Karl Nehammer unter Druck: Allzu offensichtlich trägt er die politische Verantwortung für das Totalversagen des Verfassungsschutzes. Die SPÖ fordert Nehammers Rücktritt zu Recht (während die FPÖ ihren Anteil am dortigen desaströsen Zustand offenbar vergessen hat). Der mörderische Anschlag hätte bei der derzeitigen Rechtslage verhindert werden können, wenn der Verfassungsschutz seine Arbeit getan hätte.

iNach oben


Adolf H. beinahe freigesprochen...

Ein unglaublicher Fall von NS-Wiederbetätigung hat vor einigen Tagen ein Geschworenengericht in Ried im Innkreis beschäftigt: Der User "Adolf H" aus Braunau (!) reichte beim Online-Wettbewerb "Mein Burger" von McDonald‘s einen Vorschlag ein, den er "Krusty Jew Flesh" ("Knuspriges Judenfleisch") nannte. Beim Voting erhielt dieser Vorschlag so viel Zustimmung, dass er auf Platz 7 kam! Erst als in Sozialen Medien auf den Neonazi-Skandal aufmerksam gemacht wurde, benannte McDonald‘s User und Burger um (in "Burgerbauer 25" und "Mein Burger 1098"). Damit nicht genug: Noch weitere rassistische und antisemitische Burger-Vorschläge zogen öffentliche Kritik auf sich. Diesmal reagierte McDonald’s – reichlich spät – mit Löschungen. Karl Öllinger von "Stoppt die Rechten" stellte dem Burger-Konzern zu seinem verantwortungslosen Umgang mit purer Menschenverachtung mehrere Fragen. Antwort darauf gibt es keine.
Ebenso unglaublich verlief der Strafprozess gegen den 28-jährigen Angeklagten "Adolf H". Er sprach von einem "blöden Witz" und wäre fast damit durchgekommen. Die acht Geschworenen konnten sich nicht einigen: Sie stimmten vier gegen vier. Das hätte einen Freispruch bedeutet – wenn nicht die drei Berufsrichter das offenkundige Fehlurteil ausgesetzt hätten. Letzteres passiert sehr selten. "Adolf H" wird sich jedenfalls vor einem neuen Geschworenengericht verantworten müssen …
Siehe https://www.stopptdierechten.at/2020/11/04/freispruch-fuer-adolf-h/#more-18261

iNach oben


Justizmaßnahmen gegen Rechtsextremisten

SLOWAKEI:
In der Slowakei hat ein Gericht den Chef der Neonazi-Partei "Volkspartei Unsere Slowakei" (LSNS), Marian Kotleba (43), zu einer Haftstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt. Kotleba hatte Neonazi-Codes verbreitet. Er unterstütze eine Ideologie, die die Demokratie und die Bürgerrechte gefährdet, stellte das Gericht fest. Der Neonazi-Führer will das Urteil beim Obersten Gerichtshof anfechten. Sollte es bestätigt werden, verliert Kotleba auch sein Abgeordnetenmandat.

GRIECHENLAND:
In Griechenland hat ein Gericht nach der Verurteilung der Neonazi-Partei "Goldene Morgenröte" ("Chrysi Avgi") als "kriminelle Vereinigung" das Strafausmaß für die Verantwortlichen verkündet. Parteichef Nikos Michaloliakos (62), ein Holocaust-Leugner und Hitler-Verehrer, erhielt wegen Führung der "kriminellen Vereinigung" und wegen unerlaubten Waffenbesitzes 14 Jahre Haft. Seine vier Stellvertreter wurden zu 13 Jahren Haft verurteilt, elf weitere Politiker der Partei zu Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren. Giorgos Roupakias, früher Mitarbeiter der "Goldenen Morgenröte", kommt wegen Ermordung des antifaschistischen Rappers Pavlos Fyssas lebenslang hinter Gitter. Insgesamt müssen 39 Personen ins Gefängnis. Einer der Stellvertreter Michaloliakos‘, Christos Pappas (58), hat sich dem Haftantritt vorerst durch Flucht entzogen. Fazit: Der fünf Jahre dauernde Mega-Prozess gegen die Neonazi-Partei ist von der griechischen Justiz überraschend gut geführt und abgeschlossen worden.

USA:
In den USA wurden Anfang Oktober aufgrund von FBI-Ermittlungen 13 Rechtsextremisten verhaftet. Diese hatten unter anderem die Entführung von Gretchen Whitmer, der demokratischen Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, geplant. Trotzdem griff Präsident Donald Trump die Gouverneurin auf einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan scharf an. Als sein Publikum rief "Sperrt sie ein!", antwortete Trump "Sperrt sie alle ein!". Die autoritäre, antidemokratische Gesinnung des Präsidenten und vieler seiner AnhängerInnen lässt auch einen Staatsstreich möglich erscheinen, wenn die Wahl (an den Urnen am 3. November) keinen großen Vorsprung für den demokratischen Herausforderer Joe Biden bringt. Siehe dazu die "Standard"-Analyse "So könnte Trump die Wahl stehlen"

iNach oben


Islamischer Enthauptungsterror in Frankreich

Stellungnahme der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM) vom 19.10.2020

Als Opfer dieser abscheulichen Tat ist ein Geschichtslehrer zu beklagen, der seinen Schülern während des Unterrichts zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

Bei dem Mörder handelt es sich um einen 18-jährigen muslimischen Flüchtling mit tschetschenischen Wurzeln. Er soll "Allahu akbar" ("Allah ist der Größte") gerufen haben und mit einem Küchenmesser bewaffnet gewesen sein. Eine isolierte Einzeltat ist auszuschließen. Vielmehr handelte der Täter mit Unterstützung seines sozialen Umfeldes. Dafür spricht die Verhaftung von Familienangehörigen des Mörders, Eltern von Schülern der betroffenen Schule, einem Freund und weiteren Personen, die gegen das Opfer gehetzt haben sollen (insgesamt mindestens zehn Festgenommene).

Der Tatzusammenhang zeigt einmal mehr das weithin verkannte Funktionieren und Ineinandergreifen von Kernsektoren der islamischen Herrschaftskultur - gerade auch in europäischen Zuwanderungsgesellschaften: Strikt normierte islamische Sozialmilieus; orthodox-konservative muslimische Familien; Moscheen, die nicht einfach "religiöse" Einrichtungen sind, sondern als herrschaftsideologische Gesinnungszucht-, Kontroll- und Koordinierungsanstalten einer antisäkularen "Rechtgläubigkeit" fungieren sowie das reichliche Vorhandensein von mentalen Dispositionen unter den "Rechtgläubigen", im Interesse des islamischen Herrschaftswillens jederzeit Gewalt anzuwenden.

So hatte sich zunächst eine muslimische Schülerin über den ermordeten Lehrer beschwert, nachdem er während eines Unterrichts Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. (Dabei soll der Lehrer den muslimischen Schülern verständnisvoll angeboten haben, nach draußen zu gehen, bevor sie die Bilder zu sehr reizen und Aggressionen in ihnen wecken.)

Die Große Moschee von Pantin hatte dann auf Facebook die Beschwerde des Vaters der muslimischen Schülerin öffentlich gemacht, in der er den Lehrer bitter beschimpfte und um "Unterstützung" bat. Der Name des Lehrers, Samuel Paty, wurde dann in den Kommentaren bekannt gegeben. Damit war sein Todesurteil im Grunde milieugerecht vorgezeichnet.

Während der Täter den Lehrer mit einem großen Küchenmesser enthauptete, soll er wie erwähnt "Allahu akbar" gerufen haben. Kurz nach seiner Tat hat der Täter dann den abgeschnittenen Kopf des Lehrers fotografiert und mit dem Text versehen: "Im Namen Allahs, des allbarmherzigen, habe ich Abdullah, ein Diener Allahs, für Dich, Macron, habe ich einen Deiner Diener und Hund der Hölle, einen Lästerer Mohammeds hingerichtet…".

Etwas Schreckliches? Ja.
Ein neuer Beweis für die absolute Unvereinbarkeit von islamischer Herrschaftskultur und aufgeklärt-säkularer Gesellschaftsordnung? Ja.
Ein weiterer fürchterlicher Schlag ins Gesicht des multikulturalistischen Illusionismus? Ja.
Aber nichts Neues, nichts wirklich Überraschendes und etwas, an das man sich nicht gewöhnen, sondern zum Anlass für massive Gegenwehr nehmen sollte.

Der vernünftige Teil der Gesellschaft sollte sich fragen: Tun wir, tue ich bereits genug gegen die Ausbreitung und Schönfärbung dieser mörderischen Anleitungsgrundlage? DAS sind wir den Opfern solcher abscheulichen Taten schuldig, nicht hohle Betroffenheitsphrasen.

Siehe dazu auch:
Allahu akbar-Enthauptung: Alles was wir bisher zum Terrorakt von Conflans wissen
Mord an Lehrer nahe Paris: Gestorben, weil er die Freiheit lehrte
Der Lehrer-Mord in Frankreich muss uns auch in Berlin interessieren
 

Ergänzend dazu eine Aussendung von Hartmut Krauss ebenfalls vom 19.10.: 

Die islamische Gewaltagenda in Frankreich erwächst "organisch" aus folgendem Einstellungsgefüge:
Auf die Frage:
"Stellen Sie Ihre religiösen Überzeugungen über die Werte der Republik?" sagten 74% der französischen Muslime unter 25 Jahren, sie stellten den Islam über die Werte der Republik, während das nur 25% der über 35-Jährigen bekundeten.
Eine weitere Tatsache: Während 61% der französischen Muslime die Aussage "Der Islam ist die einzig wahre Religion" teilen (ein Ergebnis, das gegenüber einer Umfrage von 2016 um 6% gestiegen ist), unterstützen 65% der Muslime unter 25 Jahren diese Ansicht; 73% der 25- bis 34-Jährigen und 53% der über 35-Jährigen. Darüber hinaus glauben 45 % der französischen Muslime unter 25 Jahren, dass "der Islam mit den Werten der französischen Gesellschaft unvereinbar ist", während 24 % der über 35-Jährigen diese Meinung teilen.
Eine weitere Ifop-Umfrage für Le Point zeigt, dass sich die Besucherzahlen der Freitagsmoschee für 18-24-Jährige in zehn Jahren fast verdoppelt haben: von 23% im Jahr 2011 auf 40% im Jahr 2019.

iNach oben


Vermögensverteilung

Dazu wurde am 7.10.2020 in den Medien berichtet: Ende Juli besaßen die knapp 2.200 Reichsten der Welt 10,2 Billionen Dollar in Wertpapieren, Firmenanteilen, Immobilien und weiteren Vermögenswerten, also pro Kopf rund 4,6 Milliarden.

In Österreich schaut das aktuell so aus:
Das Gesamtvermögen in Österreich liegt bei 1.317.478.884.303,62 Euro, also bei rund 1,32 Billionen Euro, das reichste Prozent besitzt etwas mehr als 40 % dieser Billion, das sind rund 700 Milliarden, die anderen 99 % haben knapp 620 Milliarden, also pro Prozent im Durchschnitt 6,2 Millionen und pro Kopf rund 70.000, schließlich gibt's ja unter den 99 % auch noch eine Menge Millionäre! Denn wenn man 95 % der Bevölkerung nimmt, sieht man, dass deren Anteil noch fast 44 % ausmacht, bei 75 % sind es nur noch 16,5 %. Wenn man die Hälfte der Bevölkerung nimmt, dann beläuft sich das Vermögen für die niedrigere Hälfte nur noch auf einen Anteil von rund 2,5 %.

Nach dem Konkurs der Sowjetunion konnte das Kapital die vollständige Weltherrschaft übernehmen, das Kapital hatte keinen Gegner mehr. Denn die Sozialdemokratie ging danach flugs im Selbstlauf in den neoliberalen Ausgleich, den Klassenkampf gibt's heutzutage nur noch von oben nach unten.

Wieder einmal eine Gelegenheit aus dem Bericht des österreichischen Rechnungshofes vom Dezember 2018 über das Einkommen der Arbeiter und Angestellten in den 20 Jahren davor die Einkommensstatistik dazu zu zeigen:

man sieht: inflationsbereinigt verdienten die Arbeiter 2017 real brutto 87% von 1998 und 92 % real netto, die Angestellten hatten 2017 brutto-real 103 %, somit ein Plus von 0,15 % pro Jahr und netto-real 105 %, pro Jahr also 0,25 %, der Unterschied zu den Bruttoprozenten ergab sich durch Steuerreformen.

Der Rechnungshofbericht wurde damals kurz einmal im ORF-Mittagsjournal erwähnt, seither ist er in den Massenmedien mit keiner Silbe mehr erwähnt worden. Die Zensur durch die herrschende Klasse war und ist perfekt!

Das absolut völlige Versagen der einstigen Arbeiterbewegung hat es ermöglicht, dass nur noch die Superreichen reicher werden, bei der arbeitenden Bevölkerung stiegen nicht die Reallöhne, sondern die realen Arbeitsbelastungen.

iNach oben


Eine Million Corona-Tote

Am 27.9.2020 hat der Corona-Virus das geschafft, mit Tagesende gab es insgesamt weltweit 33.298.856 Infizierte, 7.665.535 Corona-Kranke, immerhin 24.631.163 wieder Genesene und 1.002.158 Tote!

Hier eine Grafik mit dem Anstieg der Toten und den Kurven der täglichen Neuinfizierten:

Das Auf- und Ab der Infektionskurve zeigt den Wochenrhythmus der Feststellung an, die Spitzen nach oben sind meist samstags, die Spitzen nach unten montags. Was allerdings das Wesentliche dieser Kurve ist: Die Infektionen nehmen immer noch zu!

Dazu auch eine Grafik (Die Summen der Toten sind für September hochgerechnet):

Man sieht also: die täglichen Neuinfektionen weltweit sind immer noch im Ansteigen, es gibt ja noch Gebiete, wo der Virus noch nicht pandemiert. Die Sterbequote war im April am höchsten und hat sich nun eingeflacht, im Juli, August und September waren es täglich etwa 5.500.

Zum Abschluss der weltweiten Betrachtung hier die weltweite Grafik mit allen anderen Angaben:

Die Kurve der insgesamt Infizierten geht immer noch steil nach oben, dadurch natürlich auch die Kurve der Genesenen, die der Nochkranken liegt flacher, steigt aber auch noch an.

Und noch ein Blick auf die USA, das Land, das mit der Pandemie die größten Probleme hat, weil in den USA ist ja die Gesundheit kein öffentliches Anliegen, sondern ein Einnahmen bringendes Geschäft.

Hier die US-Gesamttabelle:

Die aktuellen US-Zahlen vom 27.9.2020: Infizierte gesamt: 7.321.343, Tote 209.453, wieder Genesene 4.553.456, noch Kranke 2.558.434. Der Anteil der Toten an der weitweiten Gesamtzahl der an der Corona-Infektion Verstorbenen beträgt 20,1 %, der Bevölkerungsanteil der USA an der Weltbevölkerung beträgt 4,2 %. Aber die USA haben ja auch ihre Republikaner und ihren Trump, die solche Zustände zu schaffen vermögen, indem sie den Kapitalismus praktisch ungebremst werken lassen und verwaltungstechnisch agieren wie unbetreute Taubblinde. Sie könnten von jedem Ameisenhaufen eine Menge lernen!

Und wie schaut's in Österreich aus?
:

Die zweite Welle rollt noch immer, die Zahl der Toten bleibt flach, Österreich hat einen Anteil von 88 Toten pro Million Einwohner, die USA haben 635 Tote pro Mio., weltweit sind es 128.

Was lernen wir daraus:
Der Sozialstaat ist eine unheimliche nützliche Einrichtung!

iNach oben


Gekaufte Staatsbürgerschaften in Zypern

EU-Pässe für Kriminelle, Geldwäscher und korrupte Politiker aus der ganzen Welt

Die käuflichen Staatsbürgerschaften in Zypern sind ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die EU und öffnen Europa für Kriminelle. Was schon lange zu befürchten war, wurde nun durch eine Reportage von Al Jazeera für Zypern bestätigt. Den Journalisten liegen geleakte Daten von über 1400 Bewerbungen für das sogenannte Citizenship-by-Investment-Programm von 2017 bis 2019 vor. Bewerben für eine zypriotische Staatsbürgerschaft kann sich, wer mindestens 2,15 Millionen Euro im Land investiert, z.B. Immobilien oder Firmen kauft. Die meisten Bewerber kamen aus Russland, der Ukraine und China. Seit Beginn des Programms 2013 sind dadurch mehr als sieben Milliarden Euro ins Land geflossen. Mit einem EU-Pass aus Zypern genießen die Investoren-Staatsbürger alle europäischen Grundfreiheiten inklusive Freizügigkeit, Niederlassungsfreiheit und Zugang zu europäischen Kapitalmärkten ohne besondere Sicherheitskontrollen. Neben Programmen für EU-Pässe wie in den aktuellen Enthüllungen gibt es in Europa auch zahlreiche Investorenprogramme für Aufenthaltsgenehmigungen, sogenannte Goldene Visa, die ebenfalls Gefahren für die innere Sicherheit mit sich bringen.

Unter den neuen Staatsbürgern aus 70 Ländern befinden sich verurteilte Kriminelle, Geldwäscher und unter Korruptionsverdacht stehende politische Persönlichkeiten. Viele davon sollten selbst nach zypriotischem Recht keinen Pass bekommen haben. Verurteilte, gesuchte oder unter Ermittlung stehende Personen sind formal vom Programm ausgeschlossen, dazu hat Zypern die eigenen Regeln 2019 verschärft. Mit der Durchsetzung dieser Regeln scheint Zypern es aber nicht besonders ernst zu nehmen. Zwischen 2013 und 2018 wurden nur 2% der Bewerber abgelehnt. Die zypriotischen Behörden konsultieren wohl auch nicht systematisch Europol- und Interpol-Datenbanken zum Hintergrund der Bewerber, sondern akzeptieren von den Bewerbern selbst eingereichte Hintergrundprüfungen aus ihren Herkunftsländern, die deren weiße Weste belegen sollen.

Der Verkauf von Bürgerrechten stellt eine ernsthafte Bedrohung für unsere Sicherheit und den Kampf gegen Korruption in der EU dar. Die Enthüllungen aus Zypern zeigen, für wen Investorenprogramme für Aufenthaltserlaubnisse und Staatsbürgerschaften interessant sind. EU-Pässe und Visa sind keine Ware. Geld darf nicht das Kriterium für Bürger- und Aufenthaltsrechte in der EU sein. Dass EU-Kommissar Reynders als Reaktion auf die zypriotischen Enthüllungen jetzt mögliche Schritte prüfen will, ist erfreulich. Auf die Prüfung müssen bald konkrete Maßnahmen folgen. Es ist höchste Zeit für ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Zypern auf Basis der EU-Verträge (Art. 4.3 EUV). Denn der Verkauf von Staatsbürgerschaften und Visa widerspricht der Pflicht aller EU-Mitgliedsländer vertrauensvoll zusammen zu arbeiten.

Schon viel zu lange fließt kriminelles Geld durch Aufenthalts- und Staatsbürger-schaftsprogramme einiger nachlässiger EU-Staaten nach Europa und gefährdet die innere Sicherheit. Auch für Maltas Investoren-Programme fordern wir schon lange ein Vertragsverletzungsverfahren durch die Kommission. Mit der Reportage von Al Jazeera liegen nun neue Fakten für Zypern auf dem Tisch. Wir Grünen werden vorschlagen, dass Thema im Oktober auf die Tagesordnung des Plenums des Europaparlaments zu setzen. Ich werde auch mit schriftlichen Fragen nachhaken. Denn die Untersuchungen der alten Juncker-Kommission zu diesem leidigen Thema waren völlig unbefriedigend und führten zu keinerlei Verbesserungen.

Links zu den neuen Enthüllungen von Al Jazeera (inkl. Video) auf Englisch:

Al Jazeera

Al Jazeera -Exclusive: Cyprus sold passports to criminals and fugitives
Al Jazeera -
Cyprus's dirty secrets
Al Jazeera -
Exclusive: EU eyes legal action over Cyprus's 'golden passport'

iNach oben


Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) - Presseaussendung vom 2.8.2020:

Mauthausen Komitee fordert Aktionsplan gegen Rechtsextremismus
Antisemitische Vorfälle zu 83 Prozent rechtsextrem motiviert

Nach den Attacken auf die Grazer Synagoge und den Präsidenten der dortigen jüdischen Gemeinde hat die Bundesregierung einen Aktionsplan gegen Antisemitismus angekündigt.
Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) begrüßt diese Absicht. Es warnt aber davor, den Islamismus für die Hauptursache judenfeindlicher Übergriffe zu halten.

"Der Antisemitismus-Bericht, der im Mai präsentiert wurde, spricht eine klare Sprache", betont MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "2019 waren von den antisemitischen Vorfällen, soweit sie ideologisch zugeordnet werden konnten, rund 83 Prozent rechtsextrem motiviert."
Der in Österreich tiefverwurzelte und historisch massenmörderische völkische Antisemitismus hat also ein starkes Übergewicht.
"Wenn Islamisten Judenhass verbreiten, ist das gefährlich und muss bekämpft werden", stellt Mernyi fest. "Wenn aber Polizeibeamte – wie auf jener Dienststelle, die für die Grazer Synagoge zuständig ist – unzählige neonazistische und antisemitische Hassbotschaften verschicken, ist das noch viel gefährlicher. Da hat das braune Gedankengut den Staatsapparat unterwandert, der eigentlich die Demokratie und die Rechte der Minderheiten schützen soll."
Das Mauthausen Komitee fordert daher die Bundesregierung auf, gemeinsam mit dem Aktionsplan gegen Antisemitismus auch den Aktionsplan gegen Rechtsextremismus zu realisieren. "Dieser Aktionsplan wurde  schon 2016 vom damaligen Innenminister Wolfgang Sobotka angekündigt, aber nie umgesetzt. Im aktuellen Regierungsprogramm ist er wieder vorgesehen. Der Antisemitismus kann nur dann wirksam bekämpft werden, wenn auch seine Hauptursache – der Rechtsextremismus – endlich mit einem umfassenden Maßnahmenpaket bekämpft wird. Das Mauthausen Komitee bietet wie bereits 2016 seine Mitarbeit an!", erklärt der MKÖ-Vorsitzende.

Siehe Bericht im STANDARD! 

iNach oben


Die Ausbeutung steigt an!

In der globalen neoliberalen Welt geht's nur mehr um den Profit, wir sehen überall, das Kapital wächst, die Masse der Bevölkerung bleibt vom Wachstum der Einkommen ausgeschlossen!

Schauen wir uns dazu eine Wikipedia-Grafik zur Reallohnentwicklung in der BRD an:

Es ist also auch nicht viel anders wie in Österreich, hierzulande stellte der Rechnungshof 2018 fest, dass es seit 20 Jahren keine Reallohnerhöhungen mehr gegeben hat, in der obigen Grafik ist zu sehen, dass der Reallohn (rote Kurve) in der BRD von 2000 bis 2015 um etwa 3 % gestiegen ist, also pro Jahr um 0,2 %.

Hier ein Screenshot aus dem österreichischen Rechungshofbericht von 2018:


Die inflationsbereinigten realen Nettolöhne zeigen von 1998 bis 2017 bei den Arbeitern einen Realverlust von acht Prozent, also eine jährliche Lohnkürzung von 0,4 %, bei den Angestellten ein Plus von 5 %, also pro Jahr von 0,25%!

Die Sozialdemokratie kommt eben ihrer Verpflichtung als Interessenspartei der arbeitenden Bevölkerung nicht mehr nach, 1989 ging die Sowjetunion in Konkurs, die Sozialdemokratie ging in den Folgejahren in den neoliberalen Ausgleich! Die Reichen werden immer reicher, die arbeitende Bevölkerung darf mehr arbeiten, aber nicht mehr verdienen, damit eben die Reichen noch reicher werden!

Das ist die Welt, in der wir leben, die Sozialdemokratie lebt woanders, in politischer Ahnungslosigkeit und Untätigkeit und es folgt darum auch das Wegschrumpfen der Wählerstimmen. Als in Österreich die Arbeiter begannen aus Protest FPÖ zu wählen, hat die SPÖ darauf nicht im geringsten reagiert...

iNach oben


Geburtstagswunsch für Hitler - Urteil nach 6 Jahren...

"Herzlichen Glückwunsch an jene, die heute Geburtstag haben" postete der niederösterreichische FPÖ-Landtagsabgeordnete Martin Huber am 20. April 2014 auf Facebook. Es war der 125. Geburtstag Adolf Hitlers. Weil die ewiggestrige Gratulation eine Woche vor der Nationalratswahl 2019 die Öffentlichkeit beschäftigte, musste die FPÖ Martin Huber – inzwischen Klubobmann – ausschließen. Seither ist er "wilder" Abgeordneter im niederösterreichischen Landtag. Am 19. August wurde Huber nun von einem Geschworenengericht in St. Pölten wegen NS-Wiederbetätigung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Siehe https://noe.orf.at/stories/3062962/!

iNach oben


Antifa-Prozess in Wien: 14 Freisprüche blamieren Staatsanwaltschaft und Polizei

Eine hochnotpeinliche Blamage für Staatsanwaltschaft, Polizei und Verfassungsschutz: Am 18. August hat am Straflandesgericht Wien ein Prozess gegen 14 AntifaschistInnen mit lauter Freisprüchen geendet. Den Angeklagten war versuchte Sprengung einer Versammlung der "Identitären" vorgeworfen worden, weiters versuchter schwerer Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchte schwere Körperverletzung. Richterin Hannelore Bahr fand für keinen der Vorwürfe einen Beweis: Beim Großteil der Angeklagten stehe nicht einmal fest, dass sie zum fraglichen Zeitpunkt am Ort des Geschehens gewesen seien! Ungewöhnlich scharfe Kritik übte die Richterin am Ermittlungsverfahren: Obwohl es 16 Monate gedauert habe, sei von 18 möglichen Zeugen nur einer (!) einvernommen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten ausschließlich Videos der "Identitären" verwendet und sich nicht um anderes Material bemüht, obwohl Unbeteiligte ebenfalls gefilmt hätten. Sie habe letzteres Material selbst beschafft und ausgewertet, was eigentlich "Ermittlungstätigkeit der Polizei" sei, so Bahr. Auch eine nicht genehmigte Gegenveranstaltung, auf der Protestparolen gerufen werden, bleibe an sich straffrei. Zur Aussage der Staatsanwältin, die "Identitären" seien "keine verbotene Gruppierung", stellte die Verteidigerin der Angeklagten fest: "Das ist eine rechtsextreme, international tätige Verbindung, die faschistisches Gedankengut verbreitet." Mit Fug und Recht werde gegen deren Versammlungen demonstriert.

iNach oben


Mahnstein bleibt in Braunau


Das meldete der ORF am 9.7., der im Eigentum der Stadt befindliche Mahnstein vor Hitlers Geburtshaus bleibt an seinem Platz, das hat der damit befasste Arbeitskreis der Stadt einstimmig beschlossen. Der Vorschlag einer Expertengruppe des Innenministeriums, den Stein nach Wien zu holen, ist damit vom Tisch!

iNach oben


Braunau: Der Stein muss bleiben!

Das forderten am 4. Juli die rund 300 Teilnehmer der Kundgebung in Braunau gegen die von Regierungskreisen angestrebte Enthitlerung der Stadt, u.a. durch dei Verlagerung des Gedenksteins vor  Hitlers Geburtshaus nach Wien.
Dieser Stein wurde seinerzeit durch den 1993 verstorbenen SPÖ-Gemeinderat Wolfgang Simböck initiiert, am 5. April 1989, also knapp vor Hitlers 100. Geburtstag, wurde der Gedenkstein aufgestellt, hier das Titelblatt des Antifa-Infos Nr. 34:
 

iNach oben


Ein Rechtsextremist bleibt auffällig...

Der Rechtsextremist Manfred Werner "Fred" Duswald aus Neumarkt am Hausruck (Bezirk Grieskirchen) treibt seit Jahrzehnten sein Unwesen. Schon 1974 wurde der Burschenschafter ("Danubia München") Bundeskassier der "Nationaldemokratischen Partei" (NDP). Außerdem war er Vorstandsmitglied des "Vereines Dichterstein" in Offenhausen. Sowohl die NDP als auch der "Verein Dichterstein" wurden wegen NS-Wiederbetätigung behördlich aufgelöst.
Bundesweit bekannt – oder besser berüchtigt – ist Duswald, seit er im FPÖ-nahen Hetzblatt "Aula" die befreiten Mauthausen-Häftlinge als "Landplage" und "Massenmörder" diffamiert hat. Dieser Rufmord löste eine Justizaffäre und Prozesse bis hin zum Europäischen Gerichtshof aus. Er stand auch am Beginn einer öffentlichen Debatte über die "Aula", die im Juni 2018 nach weiteren "Einzelfällen" zu deren Einstellung führte.
Zuletzt unterstützte das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) nicht nur Holocaust-Überlebende gegen Duswald, sondern ging rechtlich auch direkt gegen ihn vor. Der Grund: Duswald hatte bei einer rechtsextremen Tagung in Deutschland behauptet, das MKÖ bestehe "nur aus KZ-Laien" und belüge Schulkinder. Ein Video mit Duswalds Aussage wurde vom ewiggestrigen Mediendienst "Nordland.tv" auf YouTu-be gestellt.
"Es war klar, dass wir uns solche Schmutzkübelattacken nicht gefallen lassen. Denn wir vertreten das Vermächtnis der überlebenden Häftlinge des KZ Mauthausen und seiner Außenlager", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi.
Das Mauthausen Komitee beauftragte die Rechtsanwältin Maria Windhager, eine angesehene Spezialistin für Medienrecht. Sie drohte Duswald und "Nordland.tv" mit entsprechenden Klagen. "Und siehe da: Die ach so deutschen Recken verließ rasch der Heldenmut", stellt Mernyi trocken fest.
"Nordland.tv" kapitulierte gleich. Der Verantwortliche des Mediendienstes gab eine Unterlassungserklärung ab und nahm das Sudelvideo vom Netz. Bei Duswald dauerte es kaum länger. Er zog seine Behauptungen über das MKÖ zurück. Sein Widerruf wird durchgehend bis 2. September veröffentlicht, und zwar ebenfalls auf YouTube: https://youtu.be/cz-iM78eMZs! Natürlich tragen Duswald und "Nordland.tv" sämtliche Kosten. Die Blamage für die Rechtsextremisten ist groß. Und groß ist auch das Medienecho: siehe beispielsweise OÖNachrichten sowie Tips-Nachrichten...

iNach oben


Zu den Plänen für Hitlers Geburtshaus...

...gab es am 3. Juni 2020 eine kritische Presseaussendung des Mauthausenkomitees:

MKÖ-Mernyi: "Verdrängung statt Auseinandersetzung"
Grundsätzliche Kritik an den vorgestellten Plänen zur Neugestaltung des Hitler-Geburtshauses in Braunau üben das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus.
Das MKÖ ist dem Vermächtnis der überlebenden Häftlinge des KZ Mauthausen und seiner Außenlager verpflichtet. Das OÖ. Netzwerk, dem 87 Organisationen angehören, engagiert sich gemeinsam mit dem MKÖ für eine würdige Gedenkkultur.
" Die geplante Neugestaltung des Hitler-Geburtshauses orientiert sich an der Devise‚ Verdrängung statt Auseinandersetzung", sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi. "Offenbar will man die Welt vergessen lassen, dass der schlimmste Massenmörder der Geschichte in Braunau geboren wurde. Dieser Ansatz ist inhaltlich falsch und wird auch sicher nicht funktionieren. Man muss zu dem stehen, was war."
"Anstelle des krampfhaften Versuchs, die historischen Tatsachen zu ‚neutralisieren‘, sollte gedenkpolitisch offensiv vorgegangen werden", fordert Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus. "Beispielsweise wäre ein Konzept wie das ‚Haus der Verantwortung‘ des Politikwissenschafters Andreas Maislinger geeignet. Es würde Braunau und ganz Österreich viel Ansehen bringen."
Auf vehemente Ablehnung stößt besonders der Plan, den "Mahnstein gegen Krieg und Faschismus" vom Gehsteig vor dem Hitler-Geburtshaus zu entfernen und ins "Haus der Geschichte" nach Wien zu verlegen. "Da schließen wir uns dem Protest von Florian Kotanko, dem Leiter der ‚Braunauer Zeitgeschichtetage‘, vollinhaltlich an", erklärt Mernyi. "Dass diese Mahnung an die Millionen NS-Opfer aus Braunau weg soll, ist fatal. Dagegen wird es breiten Widerstand geben", betont Eiter.

iNach oben


 

Wegen der Corona-Pandemie wurden die Befreiungsfeiern am 10.5.2020 in der Gedenkstätte Mauthausen abgesagt, es gab dafür eine virtuelle Befreiungsfeier:

Virtuelle Befreiungsfeier 2020

Mauthausen Komitee Österreich
Das Mauthausen Komitee Österreich hat mit der Übernahme des Vermächtnisses, den Überlebenden ein Versprechen gegeben. Deswegen kann das Gedenken an die Opfer und die Freude über die Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft trotz der aktuellen Lage nicht entfallen. Die europaweit größte Internationale Befreiungsfeier findet 2020, auf Grund der COVID-19-Pandemie, zum ersten Mal virtuell statt.
Wir beginnen die Virtuelle Internationale Befreiungsfeier mit einer internationalen Begrüßung und der Verlesung des Mauthausen Schwurs in verschiedenen Sprachen. Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer weder Deutsche noch Österreicher waren, hat für uns das Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager einen internationalen Stellenwert.
Zahlreiche KZ-Überlebende werden zu Wort kommen. MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi eröffnet mit seiner Begrüßung die Virtuelle Internationale Befreiungsfeier. Mit dem Statement von CIM-Präsidenten Guy Dockendorf folgen weitere Beiträge und Statements zum thematischen Schwerpunkt "Menschlichkeit ohne Grenzen" von VertreterInnen Internationaler Lagerkomitees, Religionsgemeinschaften, Comité International de Mauthausen u.v.m.
Weiters werden thematische und historische Beiträge zur Befreiung und der Arbeit für ein "Niemals wieder" gezeigt und von musikalischen Beiträgen umrahmt.
Durch die virtuelle Befreiungsfeier begleiten uns Mercedes Echerer und Konstanze Breitebner.
Musikalische Rechte: Serbian National Theatre
Gefangenen Chor: Coro Virtuale
International Opera Choir - Coro virtuale "Va pensiero" ("Nabucco" di G. Verdi)

iNach oben


Warum wird Schändung von Gedenkstätten verschwiegen?

Das fragte die KPÖ in einer Aussendung vom 5. Mai 2020:

Wie das Innenministerium in Beantwortung einer Anfrage der SPÖ-Abgeordneten Sabine Schatz mitteilte sind seit 2013 bundesweit nicht weniger als 107 Anschläge auf antifaschistische Gedenkstätten aktenkundig. Davon entfallen allein 22 Schändungen auf die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, zuletzt als im Jänner 2020 das niederländischen Denkmal mit fünf Hakenkreuzen beschmiert wurde.
KPÖ-Landessprecher Michael Schmida bezeichnet es als skandalös, dass Innenministerium, Sicherheitsbehörden und verantwortliche Politiker den Großteil dieser Gedenkstättenschändungen der Öffentlichkeit verheimlicht und damit das Ausmaß neonazistischer Umtriebe kleingeredet haben.
"Die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai 1945 durch Einheiten der US-Army und der Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945 müssen daher Anlass sein, künftig solche Anschläge offen als Neonazi-Umtriebe zu benennen, die Verursacher konsequent auszuforschen und in Anwendung der entsprechenden Gesetze zur Verantwortung zu ziehen. Politik, Exekutive und Justiz müssen entsprechend dem antifaschistischen Verfassungsauftrag der 2. Republik solchen Aktivitäten entschieden entgegentreten" fordert Schmida.
Unmittelbar nach dem "Anschluss" Österreichs an Hitlerdeutschland am 12. März 1938 wurde mit der Errichtung des KZ Mauthausen begonnen und bereits am 8. August 1938 die ersten Häftlinge aus dem KZ Dachau überstellt. Bis 1945 waren über 200.000 Menschen im KZ Mauthausen und 49 Nebenlagern inhaftiert, von denen über 100.000 ermordet wurden, bevor das Lager am 5. Mai 1945 befreit wurde.
In Mauthausen wurden auch viele Oberösterreicher inhaftiert und ermordet. So wurde am 18. April 1945 der bekannte Schutzbundführer Richard Bernaschek (1888-1945) und als einer der 42 zur "Welser Gruppe" gehörenden noch am 29. April 1945 hingerichteten Antifaschisten der KPÖ-Landesobmann Sepp Teufl (1904-1945) auf ausdrücklichen Befehl des Nazi-Gauleiters Eigruber noch in den letzten Tagen der Nazi-Herrschaft im April 1945 ermordet. Zu einem Zeitpunkt, als Wien bereits von sowjetischen Truppen befreit und am 27. April 1945 die 2. Republik proklamiert worden war.
Da heuer die traditionelle Befreiungsfeier durch die Corona-bedingten Einschränkungen nicht stattfindet gibt es vom Mauthausen Komitee Österreich nur ein virtuelles Gedenken. Unabhängig davon wird die KPÖ-Oberösterreich mit einer Kranzniederlegung bei der Gedenktafel für die im KZ Mauthausen ermordeten Antifaschisten der "Welser Gruppe" gedenken.

iNach oben


Vor 75 Jahren: KZ-Verband/VdA OÖ erinnert an Ermordung der 42 Widerstandskämpfer

Letzte Vergasungsaktion in Mauthausen auf direkten Befehl Eigrubers am 28. April 1945


Gedenktafel an der Klagemauer in Mauthausen für die 42 Widerstandskämpfer, die in der letzten Vergasungsaktion auf direkten Befehl am 28. April 1945 ermordet wurden

Der KZ-Verband/VdA OÖ erinnert anläßlich des 75igsten Todestags an die Ermordung der 42 Widerstandskämpfer durch direkten Befehl des Gauleiters Eigruber in der Gaskammer von Mauthausen am 28. April 1945. "Wir werden die Taten und das Opfer der Widerstandskämpfer in Erinnerung behalten", so der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA OÖ Harald Grünn.

Diejenigen der Welser Gruppe, die die Torturen und Qualen bis knapp vor Kriegsende in Mauthausen überlebten, wurden auf direkten Befehl des Nazi-Gauleiters von Oberdonau Eigruber in der letzten Vergasungsaktion in Mauthausen am 28. April 1945, einen Tag nach der Proklamation der Unabhängigkeitserklärung und Regierungsbildung vom 27. April 1945 in Wien, ermordet, darunter auch das Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ, Josef (Sepp) Teufl aus Linz (Bild beiliegend). Danach wurde die Gaskammer abmontiert.

Der Befehl Eigrubers war eine direkte Reaktion auf die Regierungsbildung in Wien, um die Beteiligung von Kommunisten an einer Provisorischen Regierung in Oberösterreich zu verhindern.

In der Originalaussage von Richard Dietl im Taylor-Report heisst es:
"
In order to deprive the Anglo-Americans of the possibility of setting up a provisional administration in the Upper Danube area, Gauleiter Eigruber orders the immediate execution of all Communists convicted of illegal activity prior to their arrest on September 7, 1944".

Nur der Welser Widerstandskämpfer Richard Dietl konnte sich der Ermordung entziehen und in seinem unmittelbar nach der Befreiung erschienen Bericht über das Schicksal und den Leidensweg dieser Widerstandskämpfer berichten. Der Bericht Richard Dietls ist im Buch von Peter Kammerstätter "Dem Galgen, dem Fallbeil, der Kugel entkommen", herausgegeben vom KZ-Verband OÖ, nachlesbar.

Die Bezeichnung "Welser Gruppe" stammt von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Die Gestapo berichtet im September 1944 über den "Stand der illegalen Kommunistischen Partei Österreichs, Gebiet Oberdonau". Aus der Gestapo Planskizze geht hervor, daß in dieser Organisation 158 Männer und Frauen tätig waren und verhaftet wurden. Diese Widerstandsorganisation war in den Gemeinden Ebensee, Gmunden, Gschwandt, Laakirchen, Lambach, Linz, Steyr, Stadl-Paura und Wels verankert. In diesen Orten gab es in den wichtigsten Betrieben illegale Gruppen. Die Widerstandsorganisation umfasste Menschen unterschiedlicher politischer Gesinnung, Kommunisten, Revolutionäre Sozialisten, Katholiken, ehemalige Anhänger der großdeutschen Bewegung und Angehörige des Heimatschutzes wobei jedoch die Kommunisten die führende Rolle einnahmen. Mehr als 40 Prozent der verhafteten Männer und Frauen dieser Organisation starben bei den Verhören der Gestapo, bei Folterungen in den Konzentrationslagern, bei Erschießungen, in der Gaskammer oder bei US-Bombenangriffen auf Linz.

Die oben abgebildete Gedenktafel an der Klagemauer in Mauthausen erinnert an die 42 in der letzten Vergasungsaktion ermordeten Widerstandskämpfer. Im Krematorium von Mauthausen erinnert eine Gedenktafel an Sepp Teufl, Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ. In zahlreichen Orten in Oberösterreich gibt es Erinnerungszeichen an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer der Welser Gruppe.

Im Zuge des Eigruber Befehls wurden auch weitere Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer noch in den letzten Kriegstagen ermordet. So auch Gisela Tschofenig in Linz Schörgenhub am 27. April 1945. Gisela Tschofenig, geb. Taurer, wurde im Zuge der Verhaftungswelle gegen die Welser Gruppe inhaftiert. Sie war u.a. Kurierin von Sepp Teufl. Am 1. Mai 1945 wurden noch in Treffling Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer erschossen.

Empfehlenswerte Publikationen:
Ingeborg Ertelt
Meine Rechnung geht bis Anfang Mai.
Aus dem Leben des Widerstandskämpfers Sepp Teufl (1904 – 1945)

Die Gestapo verhaftete Sepp Teufl, illegaler OÖ. Landesobmann und Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ. Nur wenige Tage vor der Befreiung Österreichs wurde er gemeinsam mit weiteren 41 Widerstandskämpfern in der Gaskammer des KZ-Mauthausen ermordet. Mit diesem Buch errichtet seine Tochter Ingeborg Ertelt ihrem Vater in Denkmal der Erinnerung.
Edition Geschichte der Heimat, Grünbach 2003, 117 Seiten, ISBN 3-902427-03-5, Preis 14,90 Euro.

Peter Kammerstätter
Dem Galgen, dem Fallbeil, der Kugel entkommen.
Neun Lebensbilder aus dem Widerstand

August Moser, Sepp Bloderer, Franz Draber, Maria Ehmer, Sigi Köhl, Richard Dietl, Alois Straubinger, Erwin Steyrer, Hans Grafl. Peter Kammerstätters Sammlung von Lebensbildern aus dem Widerstand könnte dramatischer und informativer nicht sein.
Edition Geschichte der Heimat, Grünbach 2006, 192 Seiten, ISBN 3-902427-28-0, Preis 19,50 Euro

iNach oben


Papst Pius XII. wusste vom Holocaust...
- und unternahm nichts

Neue Aktenfunde belegen das, RT - https://deutsch.rt.com - berichtete am 24.4.2020 darüber


© Wikipedia/Fratelli Alinari/Florenz/Unbekannter Fotograf

Pius XII. (bürgerlicher Name Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli) wurde am 2. März 1876 in Rom geboren und war von 1939 bis zu seinem Tode in Castel Gandolfo am 9. Oktober 1958 Papst.

Wie Die Zeit berichtet, war Papst Pius XII. anscheinend deutlich besser über den Holocaust informiert als bisher bekannt. Ein Forscherteam um den deutschen Kirchenhistoriker Hubert Wolf soll mithilfe der vatikanischen Archive, die Anfang März dieses Jahres geöffnet wurden, rekonstruiert haben, dass der Papst persönlich am 27. September 1942 die brisanten Informationen erhielt.

Im September 1942 sollen ihm seine Mitarbeiter einen Bericht des US-amerikanischen Botschafters beim Vatikan Myron Charles Taylor vorgelegt haben, der Gräueltaten der Deutschen belegt habe. In diesem geht es mutmaßlich um die Liquidierung des Warschauer Ghettos und die Verschleppung Hunderttausender in Konzentrationslager. Das Kirchenoberhaupt soll über Massenhinrichtungen und Massaker in Ostpolen sowie den besetzten russischen Gebieten informiert gewesen sein. In dem Bericht hieß es, dort sei "kein einziger Jude mehr am Leben".

Der Auftrag, den Papst zu informieren, soll vom damaligen US-Präsident Franklin D. Roosevelt selbst gestammt haben. Offenbar in der Hoffnung auf öffentlichen Protest des Geistlichen.

Das Forscherteam kann laut dem Bericht der ZEIT zudem belegen, dass der Vatikan eigene Informationen über den Holocaust unterschlagen habe. Die USA hätten den Papst um Bestätigung der jüdischen Schreckensberichte gebeten. Doch obwohl der Vatikan zu diesem Zeitpunkt bereits aus eigener kirchlicher Quelle um die Judenvernichtung wusste - der Erzbischof von Lemberg hatte im August 1942 von mehreren hunderttausend Ermordeten berichtet -, hielt die Kirche diese Informationen zurück.

Schlimmer noch, es gab offenbar sogar Misstrauen gegenüber den Juden als Informationsquelle: In einer Stellungnahme von Angelo Dell'Acqua aus dem vatikanischen Staatssekretariat soll es heißen, es sei "erforderlich, sich zu versichern", dass die Informationen über die Morde "der Wahrheit entsprechen, weil es auch unter den Juden leicht zu Übertreibungen kommt".

iNach oben


Corona-Virus verhindert Neonazitreffen

Das größte Neonazi-Treffen Europas, das jeden Mai von kroatischen Ustascha-Anhängern in Bleiburg/Pliberk in Südkärnten veranstaltet wird, findet heuer wegen der Corona-Krise nicht statt. Die hochengagierte "AG Bleiburg", der u.a. Helmut Edelmayr (MKÖ), Gerhard Baumgartner (DÖW) und Josef Pumberger (Katholische Aktion) angehören, setzt sich beharrlich für ein dauerhaftes Ende des rechtsextremen Spektakels ein. Olga Voglauer, Nationalratsabgeordnete und Kärntner Landessprecherin der Grünen, hat nun erklärt, sie arbeite gemeinsam mit ÖVP-Innenminister Karl Nehammer am Verbot des Treffens. Die antifaschistische Bewegung sollte sich aber nicht auf den Erfolg dieser begrüßenswerten Bemühungen verlassen, sondern unbedingt den Druck aufrechterhalten.

iNach oben


Richard Wadani verstorben

Richard Wadani, Wehrmachtsdeserteur, Ehrenobmann und langjähriger Sprecher des Personenkomitees "Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz", ist in der Nacht auf Sonntag, den 19.4. in Wien verstorben. Er war einer der letzten überlebenden Wehrmachtsdeserteure.
Wadani wurde 1922 in Prag geboren. Mit 17 Jahren kam er 1939 zur Wehrmacht. Von Anfang an stand sein Entschluss fest, nicht für Hitler-Deutschland kämpfen zu wollen. 1942 scheiterte ein erster Desertionsversuch in der Sowjetunion. 1944 gelang es ihm, bei Aachen zu den Amerikanern überzulaufen. Er gelangte nach England, wo er sich zur tschechoslowakischen Exilarmee meldete, um zur Befreiung seiner Heimat beizutragen. Nach Kriegsende kehrte er nach Wien zurück. Er arbeitete als Chauffeur und bis zu seiner Pensionierung als Sportlehrer.
Richard Wadani war zeit seines Lebens ein Kämpfer. Er erinnerte die Öffentlichkeit unermüdlich an die Schicksale der Wehrmachtsdeserteure und trug damit zu einer historischen Neubewertung und späten Anerkennung der Opfer der NS-Militärjustiz bei.
2002 erkannte der Nationalfonds der Republik Österreich die Wehrmachtsdeserteure als Opfer des Nationalsozialismus an. 2005 folgte das Anerkennungsgesetz, das Deserteure sozialrechtlich mit anderen NS-Opfergruppen gleichstellte, 2009 das Anerkennungs- und Rehabilitierungsgesetz für die Verfolgten der NS-Militärjustiz.
2014 errichtete die Stadt Wien mit Unterstützung des Nationalfonds auf dem Ballhausplatz das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz – einer der Redner bei der Eröffnungsfeier war Richard Wadani. 2007 hatte er das Ehrenzeichen der Republik für Verdienste um die Befreiung Österreichs erhalten. Bundespräsident Alexander Van der Bellen nannte Wadani am Sonntag einen "großen Österreicher". Auch SPÖ und Grüne würdigten den Verstorbenen.
Die antifaschistische Bewegung wird Richard Wadani immer ein ehrendes Andenken bewahren!

iNach oben


Wahlumfrage 2.4.-7.4.2020

Diese Umfrage wurde wie gewohnt am 12.4.2020 in der Sonntagsausgabe von "Österreich" veröffentlicht, umgefragt wurde vom 2. bis 7.4. Auch wenn sie nicht sehr aktuell ist, hier wurde das letzte Mal die am 29.3. dort präsentierte Umfrage veröffentlicht, also ist es wieder Zeit!

Wie schon unvermeidlich, Kurz und die ÖVP sind die ständigen Umfragesieger, hier die Ergebnisse (in Klammer die vom 29.3.):
ÖVP: 41 % (40%), Grüne 19% (18%), SPÖ 18% (18%), FPÖ 10% (11%), Neos 7% (8%), DAÖ (Strache-Partei) 3% (3%).

Fiktive Kanzler-Direktwahl: Kurz hat schon die Hälfte der Österreicher für sich gewonnen! 50%! (48%), Zweite Rendi-Wagner mit 16% (16%), Dritter Kogler mit 15% (15%), Vierter Hofer mit 11% (12%).

Aus der Liste des Politbarometers, der das Ergebnis von positiven und negativen Meinungen zu den Politikerpersonen zeigt: Erster natürlich wieder Sebastian Kurz mit 62% (59%), Zweiter Gesundheitsminister Anschober mit 48% (49%), SPÖ-Chefin Rendi-Wagner liegt wie gewohnt als Drittletzte bei minus 18%, Vorletzter ist mit -25% Hofer und so sicher Letzter wie Kurz Erster ist: Strache mit -52%!

Die FPÖ hat einen interessanten Weg hinter sich, hier die Wahlprozente seit 1983:

Bei den Umfragen sind's aktuell nur noch 10 %! Zusammengebracht hat man das aus eigener Kraft! 2002 hatte man bei der Nationalratswahl auch nur 10%, aber da hat der Koalitionspartner Schüssel ordentlich mitgeholfen!

iNach oben


Ein Versuch den Corona-Verlauf abzusehen!

Nämlich wenn man die Abläufe weltweit und in China vergleicht. Weltweit ufert der Corona-Virus immer noch aus, da liegt der Steigerung der Kranken und der Toten im Tagesdurchschnitt bei elf und zwölf Prozent. In China liegen diese Sätze im 0,1%-Bereich!

Vom 14.3 bis zum 31.3.2020 steigen die Erkrankungen weltweit um 550% und die Zahl der Toten stieg um 700%, in China lauten diese Zahlen 0,65% und 3,2%, in Österreich gab es bei den Kranken eine Steigerung auf das 15fache und bei den Toten von einem auf 128.

Da in China das Ganze um Wochen früher losgegangen ist, wird die Stagnation bei uns und weltweit wohl in diesem Wochenabstand erreichbar sein!

Aber nur dann, wenn die Gegenmaßnahmen auch so konsequent und wirkungsvoll gesetzt werden wie in China! Dort war allerdings anfangs auch gänzlich falsch reagiert worden, bereits gegen Ende Dezember 2019 wurde der Virus entdeckt, das aber vorerst vertuscht und erst am 20. Jänner 2020 gab es die Einleitung entsprechender Maßnahmen, der Bestand an Erkrankten lag bei 282! Am 28.1. waren es 4.537, am 29.1. schon 7.736.

Am 1.2. waren es in China 11.821 Kranke und 259 Tote, in dieser Zeit gab es auch erste Krankheitsfälle außerhalb Chinas: mit 132 Kranken, am 15.2. waren es in China bereits 50.054 Kranke und 1.524 Tote, außerhalb Chinas waren es 526 und zwei. Am 1.3. lauteten die Zahlen in China 79.968 und 2.873, also fast schon die Zahlen im Bereich von 81.000 und 3.200 an denen die Epidemie dann gestoppt wurde. Außerhalb Chinas waren es 7.169 und 104, Mitte März dann schon über 60.000 nichtchinesische Krankheitsfälle..

In China hatte es nach dem Start am 20.1. sieben Wochen gedauert bis der Anwuchs der Krankheitsfälle zum Stillstand kam, die Todesfälle wurden in China bis Ende der ersten Märzwoche gestoppt. Wenn weltweit entsprechend wirkungsvoll gehandelt würde, dann wäre somit  die Corona-Virus-Verbreitung bis in die zweite Aprilhälfte  eindämmbar und bis Ende April die Todesfälle zu stoppen. In China wurde in Wuhan, wo die Epidemie ausgebrochen war, ab 24.3. begonnen, die Einschränkungen aufzuheben, bis 8. April sollen die Reisesperren dort aufgehoben werden. Dasselbe könnte dann z.B. in Österreich bis spätestens Mitte und Ende Mai passieren, lassen wir uns überraschen...

Dazu noch statistische Vergleiche vom 14.3. zum 1.4.2020:


Man sieht: China hat die Sache im Griff
, das Plus an Kranken beträgt dort nur 0,69 %, bei den Toten sind es auch nur 3,4 %, während der Rest der Welt ohne China bei den Kranken gegen das Zwölffache tendiert und fast das 17fache bei den Toten aufweist. Das zeigt den Zeitvorsprung Chinas an, dort hat man am 20. Jänner die ersten Maßnahmen gegen den Corona-Virus gesetzt, der Rest der Welt ließ sich zuerst anstecken und begann dann Anfang bis Mitte März mit den Gegenmaßnahmen...

iNach oben


Corona-Zeugnis: Wahlumfrage Österreich

Die Tageszeitung "Österreich" brachte nun in ihrer Sonntagsausgabe vom 29.3.2020 das "erste Corona-Zeugnis für die Regierung":
Demnach sind 77 % mit der ÖVP-grünen Regierungskoalition zufrieden, aktuell würden 40 % die ÖVP wählen, SPÖ und Grüne verbesserten sich leicht auf 18 %, für die FPÖ blieben nur noch 11 %, die Neos liegen bei 8 % und die Strache-Liste DAÖ bekäme 3 %, 2 % blieben für andere Parteien.

Bei einer Kanzlerdirektwahl käme Kurz jetzt schon auf 48 %, Rendi-Wagner verbesserte sich von 15 auf  16 %, der grüne Kogler liegt bei 15 %, Norbert Hofer von der FPÖ bei nur noch 12 % und Neo Meinl-Reisinger bei 6 %.

Der Politbarometer zeigt im Plusminusbild, dass die Corona-Krise PLUS bringt:
Kurz stieg um 14 % auf 59 %, der grüne Sozial- und Gesundheitsminister Anschober um 34 % auf 49 %,
Innenminister Nehammer um 12 % auf 38, Vizekanzler Kogler um 7 % auf 30. Corona bringt also politische Gewinne, wohl weil die Leute mit den getroffenen Entscheidungen überwiegend zufrieden sind.

iNach oben


Flüchtlinge - haben wir Platz?

Von Antifas wird natürlich die Forderung gestellt, Österreich habe seine Grenzen für Flüchtlinge wieder zu öffnen. Dass wir in Österreich seit 2017 eine ÖVP-Regierung haben, liegt allerdings daran, dass damals der Grenzschließer Sebastian Kurz neuer ÖVP-Chef wurde, 2017 und 2019 die Nationalratswahl gewann, weil der ungebremste Zustrom von Migranten im Volke auf große Ablehnung gestoßen war und die Leute deshalb mehrheitlich ÖVP und FPÖ wählten, nach der Selbstausschaltung der FPÖ Kurz und die ÖVP weiterhin den größten Zuspruch haben und jetzt auch die Grünen in der Koalition mit der ÖVP nicht mehr für offene Migrantengrenzen agieren. Speziell jetzt wo auch noch das Problem mit dem Corona-Virus alle schwer belastet, ist ein weiterer Migrantenzuzug das Letzte, was die meisten der Leute haben wollen.

Und Österreich hat für Asylanten die Jahre her sicherlich weitaus mehr getan als ein großer Teil der europäischen Staaten!

Wenn dann noch der türkische Sultan Erdogan seine Grenzen öffnet und weitere Migranten nach Europa zu treiben versucht, dann haben nach manchen Antifa-Meinungen die EU-Grenzen auch geöffnet zu werden. Auf die Spitze hat das die KPÖ bei den EU-Wahlen 2019 getrieben, es hieß im Wahlprogramm, "wir wollen uns in einem Europa ohne Binnengrenzen frei bewegen (...) und (ein Europa) das all jenen einen sicheren Platz bietet, die vor Krieg, Verfolgung, Elend und Klimakrise flüchten." Diese weltweite supergutmenschliche Einladung an eine unbegrenzte Zuwandererzahl brachte den KPÖ-Listen folgende EU-Wahlresultate: 2014: 60.451, 2019: 30.087.

Europäische Asylleistungen inklusive Rang nach den Einwohnerzahlen von 2015 bis 2019:

Was sehen wir da? Österreich hat mit einem Schnitt von 20.191 Asylanten pro Mio Einwohner Platz 7 in der Asyl-Hitparade von 2015 bis 2019, also im Vergleich zu einem Großteil der europäischen Staaten ein Vielfaches geleistet, der Regierungswechsel hat einen deutlichen Rückgang verursacht, während die Asylantenzahlen für ganz Europa seit 2015 auf 35 % zurückgingen, war der Rückgang in Österreich durch die Maßnahmen von Kurz auf 12 %.

Das immer am lautesten jammernde Italien wurde vergleichsweise zu Österreich nur mit einem Drittel belastet, Ungarn hat den hohen Schnitt durch den Trick von 2015, alle Asylwerber zu registrieren und sie dann zum Weiterwandern nach Österreich und die BRD zu animieren, dann wurde dort mittels Grenzzaun die Einwanderungswelle unterbunden. Schweden ist der Gutmenschen-Weltmeister, die Slowakei Nichtasyl-Europameister!

Also noch einmal: Wenn das Volk was nicht will, dann setzt sich das innerhalb demokratischer Verhältnisse zwangsläufig durch, Fordereien, dass das nicht sein dürfte, bewirken diesbezüglich nur, dass sich die Forderer damit selber schaden...

PS: Seit 11.3. läuft eine Unterschriftensammlung für einen offenen Brief an die Regierung, in welchem es heißt: "Über hundert Wissenschafter *innen, Künstler *innen, Jurist *innen, Journalist *innen, Vertreter *innen von NGOs, kirchlichen Einrichtungen und Interessenvertretungen richtet in einem offenen Brief einen Appell an den Bundeskanzler, den Innen- und den Außenminister, die Aufnahme von Geflüchteten, insbesondere von unbegleiteten Jugendlichen und Kindern, zu ermöglichen, die auf den griechischen Inseln gestrandet sind."
Erreicht haben die über 100 gutmenschlichen Binnen-Is derweilen (bis 20.3., 12h) 5.596 Unterzeichner, schaut also nach keiner Massenbewegung aus, aber vielleicht wird das eine genaue Gutmenschenzählung, weil Gutmenschen müssen diese Petition ja nicht nur selber unterschreiben, sondern auch weiter verbreiten!

PS: Am 6.4. hatte die Petition 6.812 Unterschriften, die Zustimmung ist somit sehr begrenzt...

PPS: Am 12.5.2020 waren es
10.851 Unterschriften, seit 11.3. sind es 63 Tage, somit pro Tag 172 Unterzeichner, das spiegelt recht deutlich die Realität...

iNach oben


Der Gutmenschenblick auf Integration

Ein solcher wurde von Kathpress am 2.3.2020 beschrieben, es hieß dort:
Einen völlig neuen Blick auf Integration und Rassismus in Deutschland fordert der Deutsche Caritasverband. Der politische und gesellschaftliche Diskurs zum Thema Integration müsse "gänzlich überdacht werden. Er darf nicht angstgetrieben sein", erklärte Caritas-Präsident Peter Neher am Montag in Berlin anlässlich des Integrationsgipfels der deutschen Bundesregierung.
"Integration kann nicht nur durch Gesetze und Regeln erreicht werden. Es braucht dafür eine umfassende Gesellschaftspolitik", so Neher weiter. Der Nationale Aktionsplan Integration, der in Deutschland gerade ausgearbeitet wird, könne hier wichtige Impulse geben.
"Ziel der Integrationspolitik muss sein, dass Vielfalt für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit darstellt, ebenso wie gleiche Teilhabe für alle", sagte Neher. Wichtig sei es, dass auf allen Ebenen eine klare Sprache gegen Hetze und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gesprochen werde. Die Teilhabe von Eingewanderten müsse gezielter gefördert werden. "Gleichzeitig gilt es, Ängste und Abwehr in Teilen der Bevölkerung insgesamt sowie auf struktureller Ebene in den Blick zu nehmen." Dazu müsse der Nationale Aktionsplan Integration konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung, Rassismus und menschenverachtende Gewalt benennen.

Soweit die Meldung

Man sieht da wieder einmal, wie verquer der gutmenschliche Blick auf die Realität ist! Ein Gutmensch ist jemand, der sich selber Aufwertung verschafft, indem er sich vorsätzlich bemüht, Gutes zu tun, je guter er tut, desto besser ist sein Status, hallelujah! Dass man dabei aber auch was tun kann, was sehr vielen Menschen nicht als was Gutes, sondern als etwas Unerwünschtes oder gar Gefährliches erscheint, wird nicht wahrgenommen. In Sachen Migration gab es in Österreich konkret eine Umfrage, was von der Asylmigration gehalten wird, das war im Dezember 2015 und 85 % der Befragten waren dagegen! Seither wurde auf diese Art niemand mehr befragt...

Aber die Gutmenschen meinen ja zu wissen, was gut ist und wenn es von auffällig vielen Leuten abgelehnt wird, dann muss etwas dahinterstecken, das den Leuten diese negative Haltung aufdrängt. Die Vielfalt müsse für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit darstellen, verkündet der Herr Präsident der deutschen Caritas! Darum brauche es eine klare Sprache gegen Hetze und Menschenfeindlichkeit!

Ist das so? Oder gibt es nicht Gründe dafür, dass so viele Menschen nicht auf Vielfalt eingestellt sind?

Dazu die vom US-amerikanischen Psychologen mit jüdischen Wurzeln, Abraham Maslow (1908-1970) aufgestellte menschliche Bedürfnispyramide:
1. Physiologie (Hunger, Durst, Geschlechtstrieb),
2. Sicherheit,
3. Zuwendung, Identität und Gemeinschaft
4. Wertschätzung,
5. Selbstverwirklichung.

Die beiden ersten Stufen haben deutlich erkennbar einen anderen Stellenwert als die Punkte 3 bis 5, sie sind zur Sicherung unseres Daseins unabdingbar, während die anderen drei sich auf einer höheren Ebene bewegen. "Das Individuum strebt danach, dasjenige dieser Bedürfnisse zu befriedigen, das frustriert wurde. Bezeichnend ist, dass jeder von uns (..) mit dem Niedrigsten in der Hierarchie beginnt und sich zum Höchsten hinaufarbeitet. Dieses Schema ist in Hinblick auf die Evolution zutiefst sinnvoll, denn es spiegelt eine Hierarchie menschlicher Bedürfnisse wider, die sich nicht signifikant von denen unterscheiden, für die sich die natürliche Auslese entschieden hat." (Zitiert nach: David Barash, Das Flüstern in uns, S.Fischer 1981, Seite 233)

Punkt 3 vermittelt Schutz und Geborgenheit, ist aber noch in direkter Verbindung zu den beiden ersten Stufen: Sicherheit und die Befriedigung der Elementarbedürfnisse soll durch die Identifikation mit der gegebenen Gruppe erreicht werden.

Wertschätzung und Selbstverwirklichung bleiben für die breite Masse weniger wichtig, sie sind was für individuelle Bemühungen, ein Gutmensch strebt nach Wertschätzung und Selbstverwirklichung.

Ein Mensch, der auf der Stufe drei steht, hat das wesentliche Bedürfnis, Identität und Gemeinschaft zu bewahren, er sieht selbstverständlich die Vielfalt nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als Bedrohung seines Status, dazu braucht er keinerlei Hetze, das ergibt sich aus seiner Position in der Maslowschen Bedürfnispyramide naturwüchsig!

Die auf Stufe vier Stehenden erwarten Wertschätzung und wollen sich selbstverwirklichen und sich damit von der Masse lösen, Identität und Gemeinschaft ist ihnen zu wenig, sie wollen was Größeres, was Schöneres, was Besseres sein. Der Herr Peter Neher von der deutschen Caritas schwebt hoch über seinen Mitmenschen und sieht die Welt mit Augen der Stufe 5 und begreift das Dasein auf den Stufen eins, zwei und drei in keiner Weise mehr.

Das ist ein großes gesellschaftliches Problem in unserer heutigen Welt, die Selbstverwirklicher und Gutmenschenweltmeister leben in ihrer eigenen Himmelswelt, denn von der gewöhnlichen Welt der gewöhnlichen Leute haben sie keinen Funken einer Ahnung mehr, aber moralische Vorschriften verkünden, das tun sie unablässig!

Nach oben


Rendi-Wagner stellt sich infrage...

Aus einer ORF-Meldung dazu:
"Die Ankündigung von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, der Basis die Vertrauensfrage zu stellen, hat am Freitag für Überraschung gesorgt - auch an der Parteispitze. Sie persönlich brauche diesen Rückhalt - nach den 'letzten 14 Monaten, durch die ich und die Partei gegangen sind. Das war eine schwierige, auch eine schmerzhafte Zeit', so die Parteichefin im ZIB2-Interview."
Denn: "So kann’s nicht weitergehen, mit dieser - zum Teil - Selbstzerfleischung und Intrigen, die Ende des letzten Jahres ihren traurigen moralischen Tiefpunkt gefunden haben. Da geht es nicht um mich, vielmehr geht es um uns als Partei".

Schön diese Einsicht! Zwar geht es der SPÖ seit dem Wahlsieg von Doskozil im Burgenland etwas besser, die Partei ist bei den Umfragen von 16 wieder auf 18 % gestiegen. Allerdings lag die SPÖ beim Rücktritt von Christian Kern, dem Erfinder der Rendi-Wagner, bei 28 %! Rendi-Wagner ist also der Tiefpunkt in der Parteigeschichte! So schlecht lag die SPÖ noch nie!


Nun will sie die Vertrauensfrage stellen, alle SPÖ-Mitglieder sollen im März 2020 über ihren Parteivorsitz und 15 von ihr vorgeschlagene Punkte abstimmen!

Hier die Fragen, die als : sehr wichtig - eher wichtig - weniger wichtig - nicht wichtig angekreuzt werden können:
>
Weg mit der Mehrwertsteuer auf Mieten und damit 1 Monatsmiete pro Jahr Ersparnis
> Rechtsanspruch auf einen Gratis Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr und mehr pädagogisches Personal
> Pflege für alle Menschen sicherstellen - als öffentliche Leistung
> Familienbonus in gleicher Höhe für jedes Kind in Österreich
> Nach 45 Jahren harter Arbeit: Pension ohne Abschläge
> Faire Bildungs-Chancen für jedes Kind: Ausbau der Ganztagsschulen und 5.000 LehrerInnen und Unterstützungspersonal mehr
> "Integration vor Zuzug" als Grundsatz: Menschen mit Recht auf Asyl integrieren, illegale Migration verhindern
> Jährliche Klimaschutz-Milliarde statt Kosten auf BürgerInnen abwälzen
> Stärkung der öffentlichen Gesundheitsversorgung und gegen Privatisierung im Gesundheitssystem
> Wochenarbeitszeit besser verteilen: Recht auf 4 -Tage-Woche für alle ArbeitnehmerInnen
> Die Gewerkschaft bei ihrer Forderung nach 1.700 € Mindestlohn für alle ArbeitnehmerInnen mit ganzer Kraft unterstützen
> Stärkere Besteuerung von Millionenvermögen und internationalen Großunternehmen
> Gewaltschutz ausbauen: Mehr Geld für die Präventionsarbeit - 2.500 PolizistInnen mehr auf Österreichs Straßen
> Stärkung der Justiz: 100 neue RichterInnen, 100 neue StaatsanwältInnen und 400 neue MitarbeiterInnen an unseren Gerichten
> Wie wichtig ist es, dass die SPÖ bei aktuellen Themen ihre Positionen intern ausdiskutiert, aber dann nach außen eine klare, gemeinsame Linie zeigt?

Das waren die 15 Fragen, dann folgt noch:
Was erwartest du Dir von Deiner SPÖ? (Offene Antwort)

Für sich selber stellt Rendi-Wagner die Ja-und-nein-Frage:
Soll Pamela Rendi-Wagner Bundesparteivorsitzende bleiben, um für diese wichtigen Themen gemeinsam mit allen in der Partei zu kämpfen?

Das Original des Fragebogens kann hier downgeloaden werden!

Man kann gespannt werden, was dabei herauskommen wird und wie weit die SPÖ danach in der Lage wäre, die von den Genossen gewünschten Punkte durchzusetzen, denn schließlich kosten die meisten der verlangten Änderungen entsprechend Geld und nur weil die Oppostionspartei SPÖ was fordert, werden die anderen Parteien, speziell die ÖVP, wohl kaum Hurra schreien und zustimmen. Die SPÖ hat jetzt nur 40 Sitze im Nationalrat, für eine Mehrheit braucht man 92, die FPÖ hat 31, die Neos haben 15, das wären also nur 86, man würde auch von den 26 Grünen noch was brauchen. Und die Neos würden die obigen Punkte überwiegend ablehnen, die FPÖ täte das wohl eher auch. Somit müsste die SPÖ zuerst 2024 die Wahlen gewinnen und dazu eine Mehrheit für eine Koalition finden, um was Reales aus dieser Befragung machen zu können...

Nach oben


SPÖ-Sieg im Burgenland!

Es geht also doch noch! Die SPÖ kann Wahlen gewinnen! Die Bundes-SPÖ liegt bei Wahlumfragen aktuell bei 16 %, die Umfragen für die Landtagswahl im Burgenland hatten folgendes Ergebnis zu prophezeien versucht: SPÖ 43 % (+ 1,1 zur vorigen Wahl), ÖVP 32 % (+2,9), FPÖ 10 % (-5), Grüne 9 % (+2,6).

Das Ergebnis vom 26.1.2020 sieht aber so aus:

Die SPÖ hat also fast sieben Prozent mehr dazugewonnen, als die Wahlumfrager erfragt hatten...

Die Mandatsverteilung sieht nun so aus:


...und damit mit 19:17 die absolute Mandatsmehrheit erreicht! Die SPÖ gewinnt von der FPÖ und der Liste Burgendland jeweils 2 Mandate dazu (Abbildungen ORF-Screenshots)

Hans Peter Doskozil freut sich mit ruhigem Gesicht über den schönsten Tag in seinem Leben:

Die Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner hat auch zum großen Erfolg beigetragen, Doskozil hat sie nämlich von seinem Wahlkampf ferngehalten, die Vorsitzende einer 16-%-Partei konnte ihm keine Hilfe, sondern nur ein Schaden sein.

Öffentlich freuen durfte sich natürlich auch der Bundesschaden der SPÖ:

Und die Frau Rendi-Wagner wusste sogar, wodurch der Wahlsieg erreicht wurde! Doskozil wäre den Bürgern nahe gewesen und in den Mittelpunkt habe er sozialdemokratische Kernthemen gestellt!

Woher weiß sie das auf einmal und warum macht sie das nicht selber auch?

Da hat sie wohl vor dem ORF-Interview den Doskozil gefragt und der hat ihr dieses seit vielen Jahren in der SPÖ in Vergessenheit geratene Geheimrezept verraten!

Den Menschen nahe sein und sozialdemokratische Themen in den Mittelpunkt stellen!

Dazu war die SPÖ ja seinerzeit im Jahre 1889 in Hainfeld gegründet worden!
Die SPÖ muss sich sozialdemokratisch betätigen!
Gespannt können wir nun warten, ob der SPÖ-Bundesschaden Rendi-Wagner in der Lage sein wird, das auch in der Partei verloren gegangene sozialdemokratische Grundwissen zu erwerben!

Nach oben


Vertrauen in den Kapitalismus auf dem Tiefpunkt

Das erbrachte eine neue Studie des Weltwirtschaftsforums!
Zu lesen bei RT - https://deutsch.rt.com - am 22.01.2020

Auf dem WEF in Davos wird eine neue Studie vorgestellt. Demnach ist eine große Mehrheit der für die Studie Befragten der Meinung, dass der Kapitalismus schädlich ist. In Deutschland glaubt nur noch jeder Achte, dass das Wirtschaftssystem für ihn funktioniert.

Die US-amerikanische Kommunikationsfirma Edelman hat für das gegenwärtig stattfindende Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos sein neues Vertrauensbarometer erstellt, das auf aufwändigen Umfragen in 28 Ländern beruht. Nun ist gegenüber Umfragen im Allgemeinen und solchen des WEF im Besonderen Misstrauen angebracht, schließlich verfolgte das Weltwirtschaftsforum als Treffpunkt der Wirtschaftselite und ihrer Freunde aus der Politik eine eigene Agenda. Dennoch enthält diese Studie einige interessante und überraschende Erkenntnisse.

An erster Stelle zu nennen ist sicher das schwindende Vertrauen in den Kapitalismus. Laut dem Vertrauensbarometer sind nur noch 18 Prozent der Befragten insgesamt der Meinung, dass das herrschende Wirtschaftssystem für sie funktioniere. 56 Prozent der Befragten finden dagegen, dass der Kapitalismus mehr schade als helfe. In Deutschland sind zwölf Prozent der Auffassung, dass das System funktioniere, 55 Prozent sehen mehr Schaden als Nutzen.

Das Vertrauen in die Institutionen – die Studie unterscheidet hier zwischen NGOs, Wirtschaft, Regierung und Medien – liegt weltweit und auch in Deutschland auf niedrigem Niveau, ist aber leicht gestiegen. Weltweit vertrauen 58 Prozent der Befragten den NGOs. Für Deutschland liegt dieser Wert bei nur 43 Prozent. Ebenfalls 58 Prozent vertrauen weltweit der Wirtschaft, in Deutschland sind es 48 Prozent. 49 Prozent weltweit vertrauen der Regierung, in Deutschland sind es 45 Prozent – wobei dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um immerhin fünf Prozentpunkte gestiegen sein soll. Das Vertrauen in die Medien liegt weltweit und in Deutschland ebenfalls bei 49 Prozent.

Am höchsten ist das Vertrauen in die Institutionen insgesamt in asiatischen Ländern. Auf den ersten drei Rängen liegen China, Indien und Indonesien, wo 82, 79 bzw. 73 Prozent der Befragten den Institutionen vertrauen. In den europäischen Ländern überwiegt das Misstrauen. In Deutschland vertrauen 46 Prozent der Befragten den Institutionen, in Frankreich 45, im Vereinigten Königreich 42. Auf dem letzten Platz sieht die Studie übrigens Russland mit 30 Prozent.

Die Edelman-Studie unterscheidet kurioserweise zwischen der "informierten Öffentlichkeit" und der "breiten Masse". Als Informierte gelten vor allem Akademiker, die intensiv Medien konsumieren. Die Zustimmungswerte für alle Arten der Institutionen sind unter den "Informierten" deutlich höher als unter der Masse. Bei NGOs und Wirtschaft liegen die Werte weltweit bei 70 Prozent bei den "Informierten", bei nur 55 beim Rest. Bei der Regierung sind es 59 Prozent zu 47; bei den Medien 61 zu 47.

Insgesamt ergibt sich für die "Informierten" eine Zustimmung von 65 Prozent zu den Institutionen, für die Masse von 51 Prozent. Die Lücke zwischen beiden Gruppen beträgt weltweit 14 Prozent, in Deutschland sogar 20, und sie wächst. Für die Autoren ist die wachsende Lücke zwischen Eliten und Basis ein Grund zur Sorge. Tendenziell, das zeigen schon die Begrifflichkeiten, sehen sie das Problem eher bei der "schlecht informierten" Masse. Allerdings lässt sich auch argumentieren, dass die "Informierten" in ihrer Mainstreamblase feststecken, in der sich die Institutionen selbst bestätigen, die Masse dagegen in engerem Kontakt zur Realität steht.

Die Studie enthält auch sonst einige kuriose Aspekte, beispielsweise, wenn sie dem geringen Vertrauen in die Institutionen oder auch konkreten Sorgen wie der Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle durch vermehrte Kooperation zwischen diesen begegnen will – als ob nicht schon jetzt weithin der Eindruck vorherrschte, Politik, Wirtschaft und Medien seien zu eng miteinander verwachsen. Dass die Autoren der Studie ihre eigenen Umfrageergebnisse nicht zum Anlass nehmen, ernsthaft die Frage nach alternativen Formen des Wirtschaftens aufzuwerfen, braucht nicht eigens betont zu werden.

Nach oben


10 Jahre ohne Antifa-Info!

Von Jänner 1983 bis Jänner 2010 erschien in OÖ das "ANTIFA-INFO" in 150 Nummern, dann wurde das zuerst vierteljährlich, dann zweimonatlich verschickte Blatt der Alternativpresse eingestellt, im Zeitalter des Internets war es nimmer so recht zeitgemäß.
Zuerst wurde es durch die Site antifa.co.at weitergeführt, seit 2015 gibt es die Site antifa-info.at, die Gründe für diese Umstellung sind im Impressum nachzulesen!
Hier dazu die letzte, die 150. Nummer des Antifa-Info als PDF! Zehn Jahre alt!

So schnell vergeht die Zeit! Eine Sammlung von Artikeln und Serien aus dem gedruckten Antifa-Info von damals sind im ARCHIV als PDF nachzulesen!

Nach oben


SPÖ weiterhin im Umfragetief

Aktuell liegen zwei Umfragen vor, PROFIL hat folgende Prozente erfragen lassen, Befragungszeitraum 6. bis 10. Jänner 2020, die Profil-Umfrage ist somit etwas aktueller, sie beginnt einen Tag vor dem Regierungsantritt der neuen Koalition:
ÖVP 38%, Grüne 17%, SPÖ 16%, FPÖ 16%, NEOS 10%, sonstige 3%

Die Grünen liegen dank der Klimakrise jetzt vor der SPÖ und die FPÖ ist mit der SPÖ gleich auf. Ähnlich wie bei der Nationalratswahl 2017, da lag man auch sehr knapp beieinander, die SPÖ war mit 26,86 % noch um ca. ein Prozent vor der FPÖ mit 25,97 %, beide Parteien haben es seither aus eigener Kraft geschafft, so um die zehn Prozent zu verlieren, die FPÖ mittels Strache & Ibiza, die SPÖ mittels des Führungswechsels und dem völligen Scheitern an der Aufgabe, sich wahrnehmbar für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung einzusetzen, es gab seit 20 Jahren keine Reallohnerhöhungen mehr, wozu wieder einmal auf den Rechnungshofbericht von 2018 verwiesen wird...

ÖSTERREICH präsentierte am 12.1. folgende Prozente, Befragungszeitraum 3. bis 9. Jänner 2020:
ÖVP 39%, Grüne 17%, SPÖ 17%, FPÖ 12%, Neos 9%, Strache 3% und sonstige 3%

Hier wurde auch nach Strache gefragt, die FPÖ hat darum weniger Prozente. Das dazu auch noch erfragte Politbarometer ist für die SPÖ wieder sehr peinlich, Kurz hat ein Plus von 44 %, Kogler eines von 30 %, die drei letzten in der Reihe sind Hofer mit minus 8 %, Rendi-Wagner mit minus 20 % und Strache mit minus 67 %. Irgendwann wird die SPÖ nach Hainfeld fahren und sich dort nach 130 Jahren noch einmal gründen müssen.

Weil die arbeitende Bevölkerung würde dringend eine Partei brauchen, die ihre Interessen aktiv und erfolgreich vertritt!

Nach oben



Wegen der Länge der News-Datei wird diese halbjährlich geteilt:
> Erstes Halbjahr 2019
>
Zweites Halbjahr 2019
> Ganzes Jahr 2018
> Erstes Halbjahr 2017
> Zweites Halbjahr 2017
> Erstes Halbjahr 2016
> Zweites Halbjahr 2016
> Erstes Halbjahr 2015
> Zweites Halbjahr 2015

Nach oben